Bike Republic Sölden öffnet ihre Trails und Lines

In Sölden konnten sich Hunderte von begeisterten Bikern vergangenes Wochenende ein Bild von den neuen Trails und Lines hoch über Sölden machen.

Ötztal Tourismus ©Ötztal Tourismus

Fast schien es so, als hätten die Biker nur darauf gewartet, dass in Sölden endlich die Bergbahnen mit dem Sommerbetrieb beginnen und damit auch die Bike Republic Sölden in ihre zweite Saison startet. Denn am vergangenen Wochenende scharten Hunderte Biker in den Startlöchern, um die neue Saison zu beginnen. Nachdem im vergangenen Jahr mit der „Teäre-Line“ die erste gebaute Line in Sölden eröffnet wurde und so das Angebot an Naturtrails erweitert wurde, haben Enduro-Fahrer und Trailhungrige schnell Sölden als neuen Hotspot der Szene erkannt. Dass eine Line auf Dauer zu wenig ist, das war sehr schnell klar, aber in Sölden hat man ohnehin vor, in den kommenden Jahren das Angebot an Trails und Lines auszubauen.

 

Ökologische Bauweise

Über den Winter und in den Frühlingsmonaten wurde daher fleißig gebaut. Unter strengsten ökologischen Richtlinien sind so zwei neue Trails entstanden, die am vergangenen Wochenende offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden. Als erste stürzten sich die beiden Mountainbike-Weltcupprofis Karl Markt und Gregor Raggl vom Haibike Ötztal ProTeam auf die neuen Trails, gleich gefolgt von Holger Meyer von den bekannten „Rasenmähern“. Auch Oliver Schwarz, GF Ötztal Tourismus, ließ es sich nicht nehmen als einer der ersten auf den neuen Trails unterwegs zu sein. „Teilweise haben hier 30 bis 40 Leute mit der Hand die neuen Trails geschaffen, um sie so schonend wie möglich für die Natur anzulegen. Ich bedanke mich bei allen, die es ermöglicht haben, Sölden so schnell als neue Destination für diesen faszinierenden Sport zu etablieren“, so Oliver Schwarz. Die beiden neuen Lines wurden mit minimalen Maschineneinsatz gebaut. Diese vollkommen neue Art, einen Trailpark anzulegen, wird auch in den kommenden Jahren in Sölden eingesetzt werden.

 

Was ist neu?

Zwei neue Lines wurden für 2016 in Sölden angelegt, um das Angebot der Bike Republic noch breiter aufzustellen. Für all jene, die ihre Grenzen ausloten wollen, gibt es heuer in Sölden erstmals eine klassische Jump-Line – die so genannte Zaahe Line. Zaah bedeutet übersetzt: schwierig, schwer, herausfordernd. Auf der Singletrailskala ist diese 800 Meter lange Alternativroute zur Teäre Line mit dem Schwierigkeitsgrad S4 gekennzeichnet, was einer schwarzen Piste beim Skifahren gleichkommt. Diese Line fordert die technischen Fähigkeiten und ist für erfahrene Biker. Eine der Schwierigkeiten sind beispielsweise zwei Steilkehren mit einem Gefälle von zirka 60 Grad. Jumps durch das waldige Terrain machen diese Line zu einem echten Erlebnis. Sie ist der Ritterschlag für jeden Bürger der Bike Republic. Die Zaahe Line ist eine Alternativ-Route zur Teäre Line. Der Einstieg in das Bike-Abenteuer ist identisch.

Ein weiterer Neuzugang in der Traillandschaft hoch über Sölden ist die Eebme Line. „Ebbm“ ist der Ötztaler Begriff für  „eben“ – also fast flach. Aber keine Angst, so flach geht es dann doch nicht dahin. Auf rund zwei Kilometer Länge überwindet man einen Höhenunterschied von 150 Metern. Dieser neue Flowtrail beginnt fast direkt bei der Mittelstation der Gaislachkogl-Bahn und ist sozusagen der Start hinein in das Herz der Bike Republic Sölden. Der lässige Flowtrail ist das perfekte Warm-Up, verbindet Bergbahn mit dem Trail-Netz und bietet Anfängern ideale Voraussetzungen, seine Bike-Künste auf einem Trail zu verfeinern. Und hat einen dann der „Flow“ erst einmal gepackt, dann warten in Sölden viele Abenteuer auf dem Bike!

 

Resonanz ist ausgezeichnet

Das Bike-Opening in Sölden hat gezeigt, dass der Ort im Ötztal in Sachen Bike auf dem richtigen Weg ist. Besonders gefreut haben sich die Biker über die Tatsache, dass jetzt die gebauten Lines direkt an der Mittelstation der Gaislachkogelbahn beginnen. Und vor allem die jungen Wilden waren begeistert davon, dass jetzt auch eine Line für spektakuläre Jumps und heiße Action vorhanden ist. „Wir wollen unser Gebiet behutsam ausbauen und für jeden Biker Möglichkeiten schaffen“, erklärt Oliver Schwarz. „Die Familie muss sich hier genauso wohl fühlen, wie ambitionierte Downhiller und Trailhungrige.“

Auch für die kommenden Jahre plant man in Sölden, die Grenzen der Bike Republic Sölden friedlich und umweltbewusst zu erweitern. Um die Qualität der Trails hoch zu halten, wird das Trailangebot hoch über Sölden behutsam ausgebaut. Möglichkeiten zur Erweiterung gibt es genug – angedacht sind neue Lines in Richtung Rettenbachgletscher oder in Richtung Giggijoch. Bikern wird also auch in den kommenden Jahren in der Bike Republic nicht langweilig werden.

Ein Tipp für alle, die das Besondere suchen kommt von Karl Markt. Der Ötztaler ist derzeit der beste österreichische Mountainbiker (Top 25 der Weltrangliste) und selbst immer wieder auf den Trails unterwegs, um seine Fahrtechnik zu verbessern. „Mein Tipp ist die Big-3-Rallye hoch über Sölden“, meint der Biker, der schon bei den Olympischen Spielen in London war. „Das ist die Verbindung von drei sehr unterschiedlichen Natur-Trails und gebauten Lines, die einem durch das gesamte Gebiet über Sölden führt.“

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