Sportliche Bergabenteuer für Jugendliche

Was motiviert Jugendliche für einen gemeinsamen Familienurlaub? Actiongeladene Programme, bei denen sie unter Gleichaltrigen sind, stehen hoch im Kurs. Das verschafft den Eltern wiederum Freiraum, bei Sport und Genuss in den Tiroler Bergen auf ihren eigenen Traumpfaden zu wandeln.

Kona MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis. ROOKIES
Kona MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis. ROOKIES ©Felix Schüller - www.alpinepics.com

Survival Day – das Abenteuer ruft
Mitten in der Wildnis, weit und breit keine anderen Menschen. Keine Häuser, keine Wege, keine Geschäfte, kein Handy – bei den Survival Days in den Family Tirol Dörfern werden Teenager für einen Tag zu Naturexperten. Auf dem Programm steht ein spannender Parcours mit Schatzsuche. Kinder ab zehn Jahren lernen hier pädagogisch begleitet beispielsweise Orientierung, Wildniswissen, Zielschießen und Überlebenstricks.

Im Sattel: auf zwei Rädern oder vier Hufen
Drahtesel oder Pferd? Der eine mit Felgen, Speichen, Rahmen so gar nicht tierisch, aber dennoch manchmal störrisch, das andere anmutig, galant und mit eigenem Willen. Während am Mountainbike die Bremshebel besser fest in der Hand liegen, sollten beim Pferd die Zügel nicht zu locker bleiben. Auf beiden Fortbewegungsmitteln ist definitiv der Spaß im Sattel garantiert. Über Stock und Stein geht es beim Pferde-Trekking im Kühtai, über Wellen und durch Steilkurven rollen Nachwuchs-Mountainbiker in Sölden. Ausritte mit den Islandpferden vom Reitstall Elisabeth im Kühtai stillen die Sehnsucht nach der Freiheit auf dem Rücken der Pferde, wilde Ritte auf dem Mountainbike von der Mittelstation der Gaislachkogelbahn in Sölden steigern den Adrenalinpegel bei Bikefans. Erfahrene Guide führen die Pferde bei Trekkings für Anfänger und Fortgeschrittene durch das Hochtal, die jungen Mountainbiker orientieren sich an einem Trail, der für alle Fahrlevels geeignet ist. Die kräftigen und trittsicheren Islandpferde sind für den Einsatz im Gelände genauso gerüstet wie die Downhill-Mountainbikes mit ihren Stollenreifen.

Am Mountainbike Kontrolle bewahren
Eine sichere Abfahrtstechnik lernen Mountainbiker ab 14 Jahren in Tirol bei den kostenlosen, zweitägigen SAAC Bike Camps. Eine weitere prominente Anlaufstelle für Nachwuchsbiker ist die Bikeacademy Kirchberg von Mountainbike-Nationalteamtrainer Kurt Exenberger. Sie lädt im Juli und August 2015 wieder sportliche 7 bis 14 jährige zu den KitzAlpBike Junior Camps ein. Während sich die Eltern bei geführten Mountainbike-Touren in den Kitzbüheler Alpen auspowern, bringen erfahrene Trainerinnen und Trainer den Kids auf spielerische Weise eine solide Fahrtechnik bei. Manche der jungen Mountainbiker stehen den Erwachsenen auf den Single Trails rund um Kirchberg abfahrtstechnisch um nichts nach. Am Ende der Junior Camps zeigen sie beim Grand Prix der Bikeacademy, was sie drauf haben.

Auf dem Trail Grenzen ausloten
Im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis sind die Rookies mit und ohne Guides der Bikeschule ab Mitte Juni wieder täglich beim Üben ihrer Drops und Lines. Dort erwartet sie ein blauer, leichter Trail mit drei Varianten, ein mittelschwieriger, roter Trail und ein kniffliger, schwarzer Trail. Weitere Spielwiesen für den Mountainbike-Nachwuchs aller Altersstufen sind der Kids Park, der Pumptrack, die Slopestyle Zone und der Dirt Park. Die passende Ausrüstung wie Bikes, Protektoren, Helme und mehr gibt es im Shop an der Talstation der Waldbahn.  

Vier weitere Bike Trails bekommt die Zillertal Arena in Gerlos dazu. Die Strecken in verschiedenen Schwierigkeitsstufen fügen sich harmonisch ins Gelände ein.

In der Vertikale über sich hinausragen
Aktivitäten im Freien fördern generell Konzentration und Koordination, Klettern aber ganz besonders. Dabei geht es im Herz der Alpen verständlicherweise hoch hinaus. Klettergärten mit Routen aller Kategorien und Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene finden sich mittlerweile in fast jeder Tiroler Region. Das Spiel in der Vertikalen ist beliebt und macht nicht nur Jugendlichen Spaß – es lockt auch deren Eltern an den Fels.  

Mit Blick auf die Landeshauptstadt Innsbruck eröffnen die 35 Routen der Kletterarena Nordkette unzählige Möglichkeiten in den Schwierigkeitsgraden 4 bis 9. Rund um Innsbruck treffen sich Kletterfreunde auch im Kühtai, im Sellraintal und an der Martinswand bei Zirl.

Der Einstieg in den Klettersport ist über diverse Schnupperkletterkurse in Familienklettergärten möglich. Tirol hat dazu alle Informationen auf einer eigenen Online-Plattform zusammengetragen: www.climbers-paradise.com. Leichte Routen und erfahrene Guides machen Klettern so zum unbeschwerten Vergnügen.

Auf dem Klettersteig Höhenluft schnuppern
Für erste Versuche am Fels bieten sich diverse Klettersteige in Tirol an. So verschafft der Innsbrucker Klettersteig einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und bringt Schwindelfreie dem Himmel ein Stück näher. Auf Kinderklettersteigen wie jenem in Mayrhofen im Zillertal finden selbst die Jüngsten schnell ihren Weg am Seil.

In der Kletterhalle erste Züge wagen
Mit einem Dach über dem Kopf klettert es sich auch bei weniger gutem Wetter perfekt. Das Tivoli in Innsbruck, die Kletterhalle Wörgl, das Kletterzentrum Imst, das Arl.rock in St. Anton am Arlberg, das Alpinarium in Galtür und viele weitere Boulder- und Kletterhallen in Tirol bieten sich für die ersten Versuche im Klettersport an. Sie sorgen auch an Regentagen für beste Bedingungen. Die fachkundigen Mitarbeiter der Kletterhallen geben gerne Tipps und stellen Leih-Ausrüstung zur Verfügung.

Beim Schritt von der Halle hinaus an den Fels helfen die staatlich geprüften Bergführer von SAAC. Sie zeigen in zweitägigen kostenlosen Climbing Camps, worauf es beim Sichern, Abseilen oder Ablassen in der freien Natur ankommt und auf welche äußeren Gegebenheiten zu achten ist.

Im wilden Wasser stilvoll eintauchen
Der See mit all seinen nassen Versuchungen bildet den Mittelpunkt der Area 47. Auf dem 47. Breitengrad versammelt der Outdoor Action Playground alles, was am Boden, in der Luft und im kühlen Nass für Aufregung sorgt. Im tosenden Wasser der Ötztaler Ache manövrieren  Abenteurer Raftingboote und im Waterslide Park wird gerutscht bis zum Abwinken. Auf dem Sprungturm ist Cliff Diving angesagt und auf der Water Ramp zeigen Mutige mit Zipfelbob oder Skiern akrobatische Showeinlagen. Die Area 47 am Eingang des Ötztales verbucht die geballte Ladung Action bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen für sich.  

In Cart und Coaster rasant talwärts brausen
Am Abenteuerberg Muttereralm bahnen sich Dreiräder neuerdings ihren Weg ins Tal. Mit hochwertiger Aluminiumkonstruktion, Luftreifen, breitem Radstand, tiefem Schwerpunkt und hydraulischen Scheibenbremsen machen sie den Geschwindigkeitsrausch zum kontrollierten Abenteuer. Ab 10 Jahren dürfen Kinder auf der  fünf Kilometer langen Strecke den Mountain Cart allein talwärts steuern.

 „Schneisenfeger“ heißt der neue Familien Coaster in Serfaus-Fiss-Ladis. Vom Alpkopf bis zum Speicherteich Högsee „fegt“ er regelrecht über 1,6 Kilometer mitten hinein in den Erlebnispark Hög. B zieht er seine Passagiere im Sitz und lehrt dabei Interessantes rund um die Holzwirtschaft in der Region.

Auf der Slackline  Balance üben
Neben der Mittelstation der Gondelbahn Hochsöll am Wilden Kaiser balancieren Kinder und Jugendliche beim Slacklinen auf einem Spanngurt geschickt über dem Boden und katapultieren sich beim Blobben gegenseitig in die Luft. Dabei springt der „Jumper“ von einem Turm auf ein großes Luftkissen, welches im Wasser schwimmt. Der „Blobber“, der auf der gegenüberliegenden Seite des Luftkissens sitzt, wird dadurch meterhoch in die Luft gewirbelt und landet sicher im Wasser.

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Bilder zur Presseinformation

  • Kona MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis. ROOKIES

  • Klettern fördert die Konzentration, stärkt die Motorik aber auch das soziale Handeln