5 Tiroler Gletscher – das „fühl dich oben“-Erlebnis

Naturschnee-Pisten, pompöse Panoramen und gigantische Fernsicht, eine extralange Skisaison und viel mehr Sonnenstunden als im Tal – für das Skifahren auf den 5 Tiroler Gletschern sprechen viele Argumente. Für manch einen ist es aber auch einfach nur die Höhe, die berauscht.

Dem Alltag entfliehen und weit über allem die Pisten und die Aussicht genießen. Hier oben, auf über 3.000 Metern in Tirol, gibt es echte Schneegarantie von Oktober bis Juni, auf dem Hintertuxer Gletscher sogar das ganze Jahr hindurch, und natürlich ganz viele, wahrlich „hoch“-klassige Events und Angebote.

Wenn unten im Tal der herbstlich-graue Nebel hängt, sind die ersten Skitage auf den Gletschern besonders schön. Hier oben auf über 3.000 Metern scheint – Dank der häufig auftretenden Wetter-Inversionslage – oft die Sonne. Ist das Wetter doch mal schlecht, gibt es in diesen Höhen zumindest gleich ein bisschen Neuschnee, denn nur 20 Prozent des Niederschlags kommen auf dem Gletscher als Regen vom Himmel. Ähnlich stabile Schönwetterlagen herrschen übrigens auch im Frühjahr. Da kann die Gletscher-Skisaison gut und gerne mal bis Anfang Juni dauern – und auf dem Hintertuxer Gletscher dauert sie sowieso das ganze Jahr.  

Kaunertaler Gletscher
Kaunertaler Gletscher ©Daniel Zangerl, Kaunertaler Gletscher
Hintertuxer-Gletscher-Funslope
Hintertuxer-Gletscher-Funslope ©Hintertuxer Gletscher

Die 5 Tiroler Gletscher warten mit insgesamt gut 300 Pistenkilometern, 75 Seilbahnen und Liftanlagen sowie rund 100 Kilometer Variantenabfahrten auf. Dazu kommen zahlreiche Events wie Weltcup-Veranstaltungen, Materialtests, Konzerte und Kulinarik-Veranstaltungen. Auf jedem Gletscher gibt es außerdem einen Snowpark für alle, die lieber auf dem Snowboard oder den Freeskiern unterwegs sind.

Wer das außergewöhnliche Hochgefühl des „Oben-seins“ so richtig auskosten möchte, für den gibt es den flexibel einsetzbaren Skipass „White5“. Er ist insgesamt zehn Tage (zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 15. Mai 2019) auf allen fünf Gletschern gültig. Der gletscherübergreifende „White5“ kostet 410,- Euro. Frühstückspension, Ferienwohnung oder Sterne-Hotel – die sogenannten Gletscherhotels haben für jedes Bedürfnis das Passende dabei. Alle teilnehmenden Betriebe in den Gletscher-Regionen sind auf www.gletscherhotels.at zu finden. Übrigens: Die Übernachtung in den meisten Gletscherhotels kann ganz praktisch zusammen mit dem Skipass direkt online gebucht werden.

Pitztaler Gletscher
Pitztaler Gletscher ©Pitztaler Gletscher

Kaunertal (1.273 bis 3.108 Meter): Entschleunigung & Naturgenuss 

Der Kaunertaler Gletscher ist die Wiege des Snowboardens in Europa. Seit 33 Jahren pilgern die Boarder nun schon jedes Jahr im Oktober zum legendären KTO, dem Kaunertal Opening. 2018 findet das KTO vom 12. bis zum 14. Oktober statt. Völlig anders ist hingegen in diesem Jahr der Park selbst, denn er wird verlegt. Selbstverständlich wird es aber auch an der neuen Stelle für 2018/19 wieder ein cooles Park Setup geben, diesmal sogar erstmals mit einem Nature-Run mit neuer Jib Line.

Bekannt ist der Kaunertaler Gletscher aber auch wegen der landschaftlich spektakulären Anfahrt. Die imposante Gletscherstraße führt durch eine Bergwelt, umgeben von 3000er-Gipfeln, bis an den Gletscherrand zum Gletscherrestaurant Weißsee auf 2.750 Metern. Durch die Anfahrt zum Gletscher entflieht man sozusagen für kurze Zeit der Zivilisation und landet in einem Skigebiet, das noch als Geheimtipp gilt. Hier oben sind die breiten Pisten meist leer und es gibt so gut wie keine Wartezeiten an den Liften. Der höchste Punkt im Gletscherskigebiet ist mit 3.108 Metern die Bergstation der Karlesjochbahn, von der aus man mit wenigen Schritten bereits auf italienischem Boden steht. Von hier aus kann man ohne Zwischenhalt 1.000 Höhenmeter bis zur Talstation der Ochsenalmbahn auf 2.150 Metern hinunterfahren und passiert dabei sogar noch einen 160 Meter langen Tunnel.

Ideal für Freerider ist das gut ausgebaute „check your line“ Konzept, mit dem die vielen Routen und Variantenabfahrten abseits der präparierten Pisten markiert sind. Das Freeride Testival vom 30. bis 31. März 2019 am Kaunertaler Gletscher richtet sich genau an jene Off-Piste-Fahrer und Fahrerinnen.

Übrigens: Das gesamte Kaunertal wurde bereits mehrfach für seine Barrierefreiheit ausgezeichnet. Selbst im Winter können auf dem Gletscher beispielsweise Rollstuhlfahrer auf speziellen Monoski-Schlitten die Pisten genießen und barrierefrei bis auf die Aussichtsplattform und in alle Restaurants gelangen.

Auf dem Kaunertaler Gletscher endet der Skibetrieb und schließt der Snowpark am 12. Mai 2019.

Kaunertaler Gletscher
Kaunertaler Gletscher ©Kaunertaler Gletscher

Pitztal (1.640 bis 3.440 Meter): Tirols höchster Gletscher

Es ist das höchstgelegene Café Österreichs und markiert zugleich den höchsten Punkt, auf den man in Österreich mit einer Seilbahn fahren kann – das Café 3.440, ganz schlicht nach seiner Höhenlage benannt. Im Winter 2018/19 kann man hier oben erstmals auch frühstücken: jeden Samstag geht es mit dem Gletscherexpress und der Wildspitzbahn bereits um 8.30 Uhr hinauf zu Kaffee, Brötchen und Traumaussicht. Die Torten und Strudel stammen übrigens aus Österreichs höchster Konditorei, die nur 600 Höhenmeter tiefer liegt, an der Bergstation des Gletscherexpress auf 2.840 Meter.

Neu ist im kommenden Winter auch die Pitztaler Skikarte. Sie ermöglicht das Skifahren in den Skigebieten Pitztaler Gletscher, Rifflsee, Hochzeiger Bergbahnen, Imster Bergbahnen, Fendels und Kaunertaler Gletscher – 6 Skigebiete, 76 Pisten, 121 Pistenkilometer. Die neue „Gletscherpark Card Ski & Schnee Winter“ ist zwischen drei und 14 Tagen gültig, Kinder fahren in Begleitung eines Elternteils kostenlos. Wer dann immer noch nicht genügend Auswahl hat, kann am Pitztaler Gletscher in den Dynafit Skitourenpark gehen. Dieser erste Skitourenpark Tirols befindet sich im gesicherten Skiraum und bietet Tourenmöglichkeiten mit eigenen Aufstiegsspuren in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Aufgrund der Höhenlage können auch Anfänger hier bereits im Herbst und bis weit in den Frühling hinein ohne Gefahr das Tourengehen erlernen – mit oder ohne Guide. Für ambitionierte Sportler ist es ein perfektes Trainingsgelände. Wer schon etwas geübter im Tourengehen ist, kann vom Pitztal aus zahlreiche weitere Gipfel besteigen, unter anderem die Wildspitze, mit 3.774 Metern Nordtirols höchsten Berg. 

Der Skibetrieb startet auf dem Pitztaler Gletscher bereits am 15. September 2018. Gefeiert wird am 20. und 21. Oktober 2018 mit der „Gletscher Ski & Show“ – wie immer mit Skitest-Möglichkeiten, Musik und Partystimmung bis in den Abend. Weihnachtliche Gefühle stellen sich am 7. Dezember beim Adventskonzert der „Mayerin“ ein, dies findet um 16 Uhr zum Sonnenuntergang im Café 3.440 statt. Aperitif, Fingerfood und Live-Musik von SAX’N’MORE gibt es in Österreichs höchstem Café am 27. Dezember 2018, am 16. Januar und am 1. Februar 2019 – beeindruckende Sonnenuntergänge inklusive. Das zehnte „Pitztal Wild Face“ ist vom 14. bis 16. März angesetzt und zum ebenfalls zehnten Mal läuft am 5. und 6. April das beliebte „Firn, Wein und Genuss“. Mit der Pitztal Gletscherparty am 1. Mai, mit Musik, Party und dem Vertical Skitouren Wettbewerb werden dann die letzten Skitage der Saison auf dem Gletscher eingeläutet.

Der Skibetrieb auf dem Pitztaler Gletscher endet am 5. Mai 2019.

Pitztaler Gletscher
Pitztaler Gletscher ©Pitztaler Gletscher

Sölden (1.350 bis 3.340 Meter): Hotspot der Alpen

Der Gaislachkogel steht längst sinnbildlich für James Bond. Hier oben, auf 3.048 Metern wurden im Restaurant ice Q entscheidende Szenen für den Bond-Film „Spectre“ von 2015 gedreht. Seitdem hat sich Sölden zu einer Art Mekka für Fans der Agentenfilme entwickelt. Die Gaislachkogelbahn hat James-Bond-Gondeln und seit dem Sommer gibt es mit 007 ELEMENTS nun auch eine cineastische James-Bond-Installation. Die neue Bond-Erlebniswelt führt die Besucher ins filmische Universum des Geheimagenten 007 und gleichzeitig ins Innere des Felsen, denn das neue Gebäude für die Installation wurde von Architekt Johann Obermoser, der schon für die Bergstation und das ice Q verantwortlich zeichnet, in den Berg hinein gebaut.

Für Skifahrer und Skifahrerinnen gibt es auf den beiden Gletschern in Sölden, dem Rettenbach- und dem Tiefenbachferner, aber natürlich noch viel mehr zu erleben. Im Gletscherskigebiet befinden sich gleich drei Dreitausender, die man alle an einem Tag abfahren kann – über die BIG3 Ralley. Oder man stellt sich den Aufgaben des Adrenalincups: zehn Disziplinen von Riesenslalom über Buckelpiste bis Winterwandern. Alles wird elektronisch gemessen und ausgewertet. Mitmachen kann jeder jederzeit und kostenlos.

Neu ist zudem der „Ötztaler Superskipass“. Ab drei Tagen gilt dieser in allen sechs Skigebieten des Ötztals: Sölden, Obergurgl-Hochgurgl, Vent, Gries, Niederthai und Hochötz-Kühtai. Ein idealer Skipass für all jene, die mehr als zwei Tage vor Ort sind und neugierig auf die zahlreichen anderen Pistenkilometer abseits der Gletscher.

Der Gletscherskibetrieb startet in Sölden Ende September. Vom 26. bis 28. Oktober kämpfen dann beim Audi FIS Skiweltcup die Skirennläufer um die ersten Podestplätze der Saison. Das Winterskigebiet öffnet dann voraussichtlich am 15. November 2018. Bis zum Ende der Wintersaison läuft in Sölden ein breites Eventprogramm. Die Höhepunkte sind im April das zweitägige Electric Mountain Festival, das legendäre Gletscherschauspiel Hannibal und die zweite Auflage von The AUDI Nines.  

Der Skibetrieb im Winterskigebiet geht bis zum 28. April, auf dem Gletscher in Sölden bis zum 5. Mai 2019.

Gaislachkogelbahn Sölden
Gaislachkogelbahn Sölden ©Ötztal Tourismus
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007 elements ©Ötztal Tourismus

Stubai (1.000 bis 3.210 Meter): Das Königreich des Schnees

Der Stubaier Gletscher ist das größte Gletscherskigebiet Österreichs. 64 Pistenkilometer und 26 Liftanlagen – da haben sogar die jüngsten Skihaserl viel Platz. Das BIG Family Ski Camp mit Kinderrestaurant und Kindergarten, der BIG Family Slalom und Boardercross, die BIG Family Fun Slope und der neue BIG Family Slopestyle machen den Stubaier Gletscher zu einem der familienfreundlichsten Skigebiete Tirols. Und günstig ist es für die Kleinen auch: Kinder unter zehn Jahren fahren in Begleitung eines zahlenden Elternteils kostenfrei.

Bei Snowboardern und Freeskiern ist der Stubaier Gletscher wegen des Snowparks DC Stubai Zoo beliebt. Im Herbst und Frühjahr gehört er mit der Jib-, Medium- und Proline zu den größten Parks der Welt. Vom 22. bis 24. November 2018 findet hier der FIS Freeski World Cup Stubai statt, der erste FIS-Slopestyle in diesem Winter.

Auch Freerider finden im Stubai zahlreiche Runs. Das Powder Department bietet 13 GPS-getrackte Freeride Runs, Checkpoints und eine LVS-Trainingsanlage. Kulinarik-Fans steuern das höchste Hauben-Restaurant der Welt, das Schaufelspitz, an und besuchen Events wie die Gourmetnacht Dine & Beer am 23. Februar 2019.

Nicht umsonst wird der Stubaier Gletscher auch „Königreich des Schnees“ genannt. Mit der modernen 3S-Eisgratbahn geht es super komfortabel und Dank der Panoramagondeln mit tollem Ausblick in nur zwölf Minuten von der Talstation bis zur Bergstation Eisgrat. Königliche Panoramaaussicht hat man auch von der Gipfelplattform TOP OF TYROL auf 3.210 Metern. Tief hinein ins Gletschereis geht es in der rund 200 Meter langen Eisgrotte, die auf knapp 3.000 Meter nahe der Eisgrat-Bergstation liegt.

Auf dem Stubaier Gletscher wird die Eventreihe traditionell mit der „Weißen Wiesen“ eingeläutet: 13. bis 14. Oktober 2018. Weiter geht der Opening-Reigen im Snowpark mit der „Stubai Premiere“ vom 19. bis 21. Oktober 2018. Neues Skimaterial testen? Vom 8. bis 11. November 2018 ist das beim SportScheck Gletscher-Testival möglich.

Die Skisaison auf dem Stubaier Gletscher wird voraussichtlich bis Anfang Juni 2019 dauern.

Stubaier Gletscher
Stubaier Gletscher ©André Schönherr

Hintertuxer Gletscher (1.500 bis 3.250 Meter): Österreichs einziges Ganzjahres-Skigebiet

Das ganze Jahr lang Ski fahren. In Österreich ist das nur auf dem Hintertuxer Gletscher möglich. An 365 Tagen im Jahr sind hier die Pisten geöffnet. Im Sommer sind es etwas weniger, aber ab Herbst stehen den Skifahrern 60 Kilometer Gletscherpisten zur Verfügung. Im Winterskigebiet Sommerbergalm begeistert die Kidsslope Hintertux vor allem die Jüngsten: durch den Schneetunnel hinein in die Steilkurve und einmal rasant über die Wellenbahn. Was Kindern gefällt, macht auch Erwachsenen Spaß. In der Funslope Hintertux am Sommerberg auf 2.100 Metern geht es mit „Speedboost“-Beschleunigung durch die Schneeschnecke, über die Hindernisbahn und kleinere Schanzen. Für manch einen ist die Funslope Hintertux die Vorstufe zum Einstieg in den Betterpark Hintertux, den Snowpark auf dem Gletscher. Für alle Skifahrer, die nicht nur auf dem Gletscher Ski fahren möchten, gibt es den Zillertaler Superskipass (ab 2Tage), der im Zillertal auf insgesamt 530 Pistenkilometern gilt.

Einzigartig auf dem Hintertuxer Gletscher ist die begehbare, natürliche Gletscherspalte „Natur Eis Palast“. Hier ist unter anderem der eisige Tuxer Riese zu Hause, die Eiszapfen glitzern und man kann viel über die Entstehung der Gletscher lernen. Übrigens: Auf dem See im Natur Eis Palast kann man auch per Stand Up Paddeling oder im Schlauchboot ein Runde drehen.

Obwohl man auf dem Hintertuxer Gletscher natürlich das ganze Jahr Ski fahren kann, wird auch hier der Start der Wintersaison gefeiert und zwar mit dem Oktoberfest am 28. und 29. September 2018. Es folgt das Hotzone.tv Park Opening im Betterpark Hintertux vom 4. bis 7. Oktober. Im März findet die Kölsche Woche statt und am 12. April 2019 spielen beim Hintertuxer Gletscher Open Air die „Höhner“. Die zweite Kölsche Partywoche ist für Ostern geplant. Vom 28. bis 29. April 2019 läuft das Snowboard-Event Välley Rälley. Und zum Saisonabschluss gibt es die Flower Pow(d)er Woche (20.4. bis 5.5.2019) mit Yogabrunch, Lawinenschulung, Early Bird Skiing, Pistenbully Testarena und vielem mehr.

Hintertuxer Gletscher
Hintertuxer Gletscher ©Hintertuxer Gletscher

Bilder zur Presseinformation

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