Alternativer Alpen-Triathlon

Ab sofort brechen Gäste mit den Guides der Pitztaler Bergführervereinigung zum Wandern, Abhängen in der Gletscherspalte und Mountainbiken auf

Die Pitztaler Gletscherwelt steckt voller Möglichkeiten: Drei Top-Aktivitäten im Angesicht der Wildspitze, dem höchsten Berg Nordtirols (3.774 m), kombiniert die Pitztaler Bergführervereinigung jetzt an einem Tag. Wandern, in die Gletscherspalte abseilen und Mountainbiken steht mittwochs als flotter Dreier auf dem Programm. Das neue Hike/Eis/Bike-Angebot ist familientauglich und bereits für Kinder ab acht Jahren buchbar.

Start ist um acht Uhr an der Talstation des Pitztaler Gletscherexpresses, Ausgangspunkt des alternativen Alpen-Triathlons am Café 3.440, dem höchstgelegen in ganz Österreich. „Ich war hier zwar schon an die 1000 Mal, aber ich kann mich einfach nicht sattsehen“, schwärmt Bergführer Alfred Dworak und erklärt, welche Gipfel zu sehen sind. Zugspitze, Dolomiten, Tauern und natürlich die Wildspitze.

Zum Gletschersteig, einem mit Stahlseilen versicherten Abstieg hinunter zum Taschachferner, sind es nur wenige Minuten. „Wenn man Höhenangst hat, muss man die hier auf jeden Fall überwinden“, sagt Alfred Dworak. Denn der Steig ist steil und schmal, die Abgründe sind tief. Ein paar Tipps zum richtigen Gehen, schon gewinnen die Teilnehmer Schritt für Schritt mehr Sicherheit. Nach ungefähr einer Stunde ist das schwerste Stück der Tour geschafft und Alfred Dworak gönnt der Gruppe die erste Pause an einem kleinen Gebirgssee.

Mit Steigeisen und in der Seilschaft geht’s im Gänsemarsch weiter über den Taschachferner  – bis die ideale Gletscherspalte zum Abseilen gefunden ist. „Die schönste, sicherste aber auch tiefste Spalte gehört uns“, sagt Alfred Dworak. In der Regel sind die Gletscherspalten ca. 30 Meter tief. Hin und wieder ist aber auch eine mit 60 Metern dabei. Man darf gespannt sein. Aus der Seilschaft lösen, Klettergurt anlegen, Helm auf und Karabinerhacken befestigen. Alfred Dworak sichert. Die wohl größte Überwindung beim Abseilen: über die Spaltenkante drüber den ersten Schritt senkrecht in die Eiswand setzen. Nach dieser Hürde wird es zunächst still, dann ist ein leichtes Rauschen zu vernehmen, das mit jedem Meter weiter nach unten lauter wird. „Die meisten erschrecken und wissen nicht, dass man das Gletscherwasser hört, das in der Tiefe abfließt“, erklärt Alfred Dworak. Aber nicht nur die Akustik, auch das Farbspiel beeindruckt – Blau in allen Schattierungen.

Nach ungefähr viereinhalb Stunden ist das Taschachhaus (2434 m) erreicht, das einsam am Rande der Gletscherwelt steht. Zur Stärkung empfiehlt Alfred Dworak Dal Bhat, das nepalesische Pendant zur Bergsteigerjause. Denn die deutsche Alpenvereinshütte ist Teil der „NepalHilfe Tirol“ und nimmt jedes Jahr einen Praktikanten vom Dach der Welt auf, der Gäste mit asiatischen Spezialitäten beglückt und Wissen über modernes Hüttenmanagement mit zurück in die Heimat nimmt. 

Noch etwa eine Stunde den Berg hinab, dann auf die Mountainbikes, die an der Materialseilbahn des Taschachhauses bereitstehen. Auf Forstwegen geht’s die letzten sieben Kilometer hinab ins Tal nach Mandarfen. Alfred Dworaks Tipp: „Wenn man sich auf die Pedale stellt, hat man mehr Sicherheit und ist schneller unterwegs.“ 

Das Hike/Eis/Bike-Angebot kostet 100 Euro pro Person inklusive Steigeisen und Sitzgurt. Hinzu kommt die Bergfahrt zum Café 3.440 für 32 Euro. Trittsicherheit und gute Grundkondition sind Voraussetzung.

Pitztaler Bergführervereinigung:
Das Wochenprogramm der Pitztaler Bergführervereinigung bietet vom Klettersteig-Schnupperkurs (60 Euro) bis hin zur legendären Wildspitztour (100 Euro) den ganzen Sommer hochalpine Abenteuer. Individuelle Touren, auch mit Hüttenübernachtungen, können jederzeit gebucht werden. Zu ausgewählten Terminen stehen zudem diverse Highlights und Klassiker im Kalender. Etwa die Wildspitzumrundung mit vier Übernachtungen (23. bis 27. Juni, 30. Juni bis 4. Juli und 1. bis 5. September) oder der Grundkurs Eis (26. bis 30. Juni, 24. bis 28. Juli und 28. August bis 1. September). Kosten: je 430 Euro, ab vier Personen.
www.bergfuehrervereinigung-pitztal.com

Weitere Infos: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns, Tel. +43 (0) 54 14 86999, www.pitztal.com

Der Gletschersteig am Pitztaler Gletscher
Der Gletschersteig am Pitztaler Gletscher ©Pitztaler Gletscherbahn
Abseilen in die Gletscherspalte mit Alfred Dworak von der Pitztaler Bergführervereinigung
Abseilen in die Gletscherspalte mit Alfred Dworak von der Pitztaler Bergführervereinigung ©Kunz PR
Letzte Etappe: Mit den Bikes hinab ins Tal nach Mandarfen
Letzte Etappe: Mit den Bikes hinab ins Tal nach Mandarfen ©Christian Forcher

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