Das war der Red Bull Almauftrieb 2019

Am Samstag, den 15. Juni, stand die gesamte Ferienregion Mayrhofen-Hippach im Zeichen der Kraft und Ausdauer. Beim zweiten Red Bull Almauftrieb galt es für die 500 Teilnehmer, sechs Kilometer und knackige 600 Höhenmeter, gespickt mit acht kräfteraubenden Challenges, zurückzulegen. Bei hochsommerlichen Temperaturen meisterte diese Herausforderung der Salzburger Manuel Innerhofer mit einer Top-Zeit von 36 Minuten und 47 Sekunden als Schnellster. Bei den Damen erreichte Alexandra Hauser aus Sankt Johann in Tirol als Erste das Ziel am Steinerkogel. In der Teamwertung siegte das Team um Manuel Innerhofer, Alexandra Hauser, Anita Eckerstorfer und Lokalmatdor und Extremläufer Markus Kröll. Snowboarder Benjamin Karl nahm es bereits zum zweiten Mal mit den Milchkannen auf, ebenso stellten sich namhafte Fitness-Influencerinnen der einzigartigen Herausforderung Red Bull Almauftrieb.

Start Red Bull Almauftrieb 2019
Start Red Bull Almauftrieb 2019 ©Mirja Geh

Am 15. Juni drehte sich in der Ferienregion Mayrhofen-Hippach alles um Ausdauer, Kraft und Fitness. Und wie schon im Vorjahr lautete das Motto bei der zweiten Auflage des Red Bull Almauftrieb erneut „Ohne Schweiß kein Preis“. Denn bei hochsommerlichen Temperaturen waren wieder all jene Frauen und Männer gefordert, die sich für Krafttraining, High Intensity Interval Training oder Trailrunning begeistern. So galt es für die motivierten Teilnehmer, den traditionellen Weg der Kühe vom Zentrum Mayrhofens auf den Steinerkogel auf eine außergewöhnliche Art und Weise zu bewältigen. Die 500 Teilnehmer mussten neben sechs Kilometern und 600 Höhenmetern auch acht herausfordernde Challenges für Körper und Geist meistern, welche die starken Frauen und Männer zum Teil ziemlich an die Grenze ihrer Kräfte brachten. Neben den vielen österreichischen Startern nahmen es auch Athleten aus Ungarn, Holland und sogar Australien mit den Milchkannen auf.

Milchkandlcarry
Milchkandlcarry ©Alex Schwarz

Nachdem die Kuhglocke um Punkt 13.00 Uhr zum Start geläutet wurde, ging es schon ordentlich zur Sache, beim Heu-Kraxln trennte sich schon sprichwörtlich die Spreu vom Weizen. Direkt im Anschluss galt es, beim „Wood-Carry 1“ mit bis zu 15 kg schweren Baumstämmen beladen bis zur nächsten Challenge zu sprinten. Danach wartete eine „Überraschungschallenge“ auf die Teilnehmer, bei der neben dem Körper auch der Geist der Teilnehmer gefordert war. Beim darauffolgenden „Farmer Carry“ waren wieder die besonders Starken gefragt, galt es doch eine 30 kg (für Frauen), bzw. 50 kg (für Männer) schwere Kanne 50 Meter weit zu tragen. Doch das war erst der Anfang: Der Waldweg wartete mit einigen knackig steilen Stellen auf und brachte die Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen. Erst recht keine Verschnaufpause stellte das „Milchkandl Carry“ dar, hier mussten zwei 4 kg schwere Milchkannen 700 Meter (und einige Höhenmeter) weit geschleppt werden. Weiter ging es durch den Wald bis zum „Heuwagen“, bei dem die Teilnehmer ihre Begabung im „Reifenwechseln“ unter Beweis stellten. Bei der nächsten Challenge mussten die Teilnehmer einen Heustadl, der mit Hindernissen gespickt war, mühsam durchqueren. Danach wartete erneut eine geistige „Überraschungschallenge“ auf die Teilnehmer. Wurde diese nicht erfolgreich abgeschlossen, wartete eine weitere Runde „Wood Carry“ auf die bis dahin schon ziemlich geschafften Frauen und Männer. Idyllisch führte die Strecke weiter über wunderschöne Wiesen in Richtung Steinerkogel, wo die Teilnehmer zwar das Ziel vor Augen hatten, ihnen jedoch im Angesicht des noch zu bewältigenden „Almhütten Climbs“ noch einmal die ohnehin schon zittrigen Knie weich wurden.

Almauftrieb 2019
Almauftrieb 2019 ©Christopher Kelemen

Auch bei der zweiten Ausgabe des Red Bull Almauftrieb siegte wieder ein Innerhofer – und zwar der Zwillingsbruder des Vorjahressiegers. Mit einer beeindruckenden Zeit von 36 Minuten und 47 Sekunden meisterte der aus Neukirchen am Großvenediger stammende Manuel Innerhofer diese anspruchsvolle Strecke mit Abstand am schnellsten und freute sich zu Recht, nach seinem Bruder der zweite Gewinner des Red Bull Almauftrieb zu sein. Extremläufer und Lokalmatador Markus Kröll gewann die Masterklasse mit einer Zeit von 42 Minuten und 28 Sekunden.

Almhüttenclimbing
Almhüttenclimbing ©Mirja Geh

Bei den Damen bewies die aus Sankt Johann in Tirol stammende Alexandra Hauser am meisten Kraft und Ausdauer und verwies ihre Konkurrentinnen mit einer Top-Zeit von 48 Minuten und 20 Sekunden auf die Plätze. Die Masterklasse der Damen gewann Alexandra Kullnig aus Oberdorf in Tirol mit 57 Minuten und 58 Sekunden.
Die Teamwertung entschied das Team um die Sieger Manuel Innerhofer, Alexandra Hauser sowie Markus Kröll und Anita Eckerstorfer mit einer Durchschnittszeit von 44 Minuten für sich.
Auch Snowboarder Benjamin Karl, der bereits zum zweiten Mal am Start mit dabei war, legte eine Top-Zeit von 50 Minuten und 4 Sekunden vor und belegte damit den zwölften Platz.

Sieger - Manuel Innerhofer
Sieger - Manuel Innerhofer ©Mirja Geh

Zitate
Manuel Innerhofer (Sieger Herren, Neukirchen am Großvenediger): „Mir ist es echt sehr gut gegangen. Und ich habe nicht gedacht, dass es so eine starke Zeit bei mir wird. Mein Zwillingsbruder hat ja letztes Jahr hier gewonnen, daher freut es mich noch einmal besonders, dass ich hier siegen konnte. Und es ist einfach ein super Event!“
Alexandra Hauser (Siegerin Damen, Sankt Johann in Tirol): „Die Milchkannen waren echt das Härteste – sowohl die Kleinen Kannen, als auch die Große. Das war echt richtig schwer!“
Markus Kröll (Platz zwei Herren, Mayrhofen im Zillertal): „Es war wirklich brutal anstrengend, und vor allem die Gewichte haben mich an meine Grenzen gebracht. Besonders die schweren Milchkannen haben mir beinahe den Stecker gezogen!“
Benjamin Karl (Snowboarder/Herren Platz 12): „Der Red Bull Almauftrieb ist einfach deshalb so lässig, weil die Hindernisse so abwechslungs- und einfallsreich sind. Da vergisst man fast wie hoch der Puls und wie groß die Schmerzen sind. Es ist einfach unglaublich lässig hier dabei zu sein!“
Anna Donauer (Fitness-Influencerin/ Graz/ Platz 27 und Platz drei in der Teamwertung/): „Es hat richtig Spaß gemacht, aber der Weg zum Ziel war echt richtig hart! Ich habs mir echt leichter vorgestellt. Aber ich bin auf jeden Fall wieder dabei!“

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