Faszination Schlittenhunde: Ein Gefühl von Freiheit

Schlittenhunde sind von Natur aus leistungsfähig, sozial und treu. Sie gehorchen und orientieren sich hervorragend im unbekannten Terrain, am liebsten in der Winterlandschaft. Der Wunsch, zu laufen, treibt sie an. Mit dieser Kraft können sie eine Distanz von 100 Kilometern innerhalb eines Tages zurücklegen. Schlittenhunde-Profis, aber auch jene, die einfach nur auf der Suche nach einem einmaligen Winterzauber-Erlebnis sind, finden in Tirol ideale Bedingungen für diesen einmaligen Sport.

Schlittenhunde in St. Ulrich am Pillersee
Schlittenhunde in St. Ulrich am Pillersee ©TVB Pillerseetal

Der Schnee ruht auf den Feldern, die Sonnenstrahlen legen sich auf die weiße Schneedecke. Es hat über Nacht geschneit. Wie ein Mantel umhüllt der Neuschnee die Bäume. Eddy stapft den Weg entlang zur Hütte der Schlittenhunde. Die Tiere ahnen bereits, wer kommt, winseln und drängeln an der verschlossenen Tür. „Die freuen sich auf das Rennen“, lacht Eddy Nutz. Er ist in Dänemark aufgewachsen und veranstaltet Schlittenhunderennen und -Trainingscamps in Tirol.
„Die Schlittenhunde besitzen einen ausgeprägten Lauftrieb und sind bei Wettkämpfen in ihrem Element. Diese Sportart vereint Mensch, Tier und Natur. So entsteht ein Gefühl von Freiheit“, erklärt Eddy und krault Asta, eine Hundedame der Rasse  Siberian Husky, den Nacken. Charakteristisch für sie und viele ihrer Artgenossen sind die maskenartige Färbung des Kopffells und die eisblaue Augenfarbe. Der Siberian Husky ist der schnellste der Schlittenhunderassen, verglichen mit dem Samojeden, dem Malamut und dem Grönlandhund.

Von Mushern und Wheelern
Der Hundeschlitten wird vom Schlittenhundeführer, genannt Musher, gelenkt. Er ist der Herr der Tiere. Beim Rennen oder Training spannt er seine Hunde  in der gängigsten Form, dem Doppelgespann, vor den Schlitten. Die Schlittenhunde nehmen in Zweierreihen klar definierte Rollen ein. Der Leader führt das Gespann und ist an vorderster Stelle. Er ist der psychisch stärkste und intelligenteste  Hund. Außerdem motiviert er das Team, orientiert sich und kommuniziert mit dem Musher. Der Leader hält das gesamte Gespann in der Spur. Die Wheeler sind die kräftigsten und laufwilligsten Hunde. Sie sind direkt vor dem Schlitten gespannt. Zwischen Leader und Wheeler laufen die Swinger. Verglichen mit einem mechanischen Antrieb wären die Wheeler die Leistung (kW) und die Swinger der Motor. Es zählt die Leistung des gesamten Teams, sodass die Anzahl der Schlittenhunde nicht maßgeblich für die Geschwindigkeit des Gespanns ist.

Lagerfeuerromantik im Schlittenhundecamp
Die Zuschauer erleben bei den Schlittenhunderennen die Musher und ihre Hunde ganz nahe. So werden Träume und die Abenteuerlust bei den Zuschauern geweckt. „So sehr“, ergänzt Eddy, „dass sich im Laufe der Zeit einige davon entschieden haben, selbst Musher zu werden.“ Unter den Mushern wird Kameradschaft großgeschrieben, das verbindet. Bei den Veranstaltungen tauschen sie ihre Erfahrungen aus, erzählen sich und den Zuschauern Geschichten über ihre Erlebnisse mit den Tieren. Am Abend nach den Trainings oder Rennen herrscht Lagerfeuerromantik im Schlittenhundecamp. Die Atmosphäre ist entspannt, das Essen schmeckt und die Getränke wärmen. Freundschaften entstehen zwischen den Menschen und den Schlittenhunden. Sie fühlen sich füreinander  verantwortlich, zeigen einander ihre Zuneigung und vergessen die Zeit beim Spielen im Schnee.

Schlittenhunde-Veranstaltungen 2012/2013 in Tirol

Winterzauber in Tirol genießen
Egal ob beim Naturerlebnis mit Schlittenhunden, beim Winterwandern, beim Einkaufsbummel, bei Adventmärkten oder beim Rodeln: Zahlreiche Tiroler Regionen halten ein breites Angebot für den persönlichen Winterzauber ihrer Urlaubsgäste bereit. Weitere Informationen zu genussvollen und ruhigen winterlichen Aktivitäten in Tirol finden Sie online: www.tirol.at/winterzauber