Gschnitztal ist nun offiziell Bergsteigerdorf

Mit dem Gschnitztal wurde in der Ferienregion Wipptal nach St. Jodok mit dem Schmirn- und Valsertal ein zweites Tal in die Riege der Bergsteigerdörfer aufgenommen. Somit gibt es in Österreich insgesamt 20 Bergsteigerdörfer.

Bergtour im Gschnitztal
Bergtour im Gschnitztal ©Joakim Strickner

Mit der Beitrittsfeier in Trins am 5. Mai 2019 wurde es offiziell: Das Gschnitztal ist nun ein Bergsteigerdorf. Das Gschnitztal erfüllt die strengen Kriterien der Bergsteigerdörfer, wie exzellente Landschafts- und Umweltqualität, alpine Kompetenz vor Ort und ein hochwertiges Tourismusangebot für Bergsteiger und Bergwanderer.

Mit der Unterzeichnung der Deklaration bekennen sich die Bürgermeister der Gemeinden Trins und Gschnitz zur Philosophie der Bergsteigerdörfer. Eine Philosophie, die eine sanfte touristische Entwicklung im Sinne der Alpenkonvention fördert und wie Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins, betont, einen Kontrapunkt zum Massentourismus darstellt. Die Natur zu bewahren und ihr Wertschätzung entgegenzubringen, ist sehr wichtig, betont auch die Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe, die den Feierlichkeiten beiwohnte.

Mit dem Gschnitztal vereinen sich 20 österreichische Bergsteigerdörfer in auf dieser inzwischen internationalen Plattform der Alpenvereine. Unterstützt werden die Gemeinden bei der Umsetzung und Ausgestaltung einer nachhaltigen Gemeinde- und Tourismusentwicklung vor Ort auch vom Tourismusverband Wipptal und den 18 Partnerbetrieben in Gschnitz und Trins. 

Blick auf die Tribulaune im Gschnitztal
Blick auf die Tribulaune im Gschnitztal ©Paul Pranger

Das Gschnitztal – Tiroler Ursprünglichkeit südlich von Innsbruck

Dieses westliche Seitental des Tiroler Wipptals liegt in den Stubaier Alpen, am Fuße des Habichts (3.277 m), der Feuersteine (3.267 m) und der Tribulaune (3.097 m). Das gleichzeitige Vorkommen von Kalk, Kristallin, Urgestein und Dolomit ist die Basis für eine ungewöhnlich große botanische Artenvielfalt, welche seit dem 19. Jahrhundert Botaniker begeistert. Von Ost nach West gehen sanfte in immer höher und schroffer werdende Berge über und am Talschluss vereinen sich einige Dreitausender. Ein überwiegender Teil der Gemeindegebiete ist Teil der Landschaftsschutzgebiete Serles-Habicht-Zuckerhütl (Gesamtfläche 180 km²) und Nösslachjoch-Tribulaune (Gesamtfläche 92 km²), in denen auch Natura-2000-Flächen und besonders schützenswerte Landschaftsteile ausgewiesen sind. Nur ca. 30 km von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck entfernt ist das Tal auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar.

Im Gschnitztal, dem Tal der Hütten, gibt es im Winter und im Sommer zahlreiche Touren- und Freizeitmöglichkeiten für Berg- und Naturliebhaber, die in der Einzelbroschüre „Bergsteigerdorf Gschnitztal“ zusammengefasst sind. Die Broschüre wurde bei der Beitrittsfeier erstmals präsentiert und ist nun in den Gemeinden, beim TVB Wipptal und beim Österreichischen Alpenverein kostenlos erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Bergsteigerdörfer:

www.bergsteigerdoerfer.org

Mühlendorf Gschnitz
Mühlendorf Gschnitz ©TVB Wipptal
Gschnitzbach
Gschnitzbach ©TVB Wipptal
Frühling im Gschnitztal
Frühling im Gschnitztal ©TVB Wipptal
Klettersteig St. Magdalena
Klettersteig St. Magdalena ©TVB Wipptal
Bergsteigerdorf Gschnitztal
Bergsteigerdorf Gschnitztal ©Joakim Strickner
Bremer Hütte
Bremer Hütte ©Amor Roland