„Tirol auf Schiene“: Strategieklausur und Netzwerktreffen

Für den Tiroler Tourismus ist nachhaltige Mobilität ein sehr wichtiges Thema. Mit der Initiative „Tirol auf Schiene“, welche die Bahnanreise der Gäste forciert und in der Tirol Werbung die Kompetenz der wichtigsten Partner bündelt, wurden in den vergangenen fünf Jahren bereits zahlreiche Projekte umgesetzt. Im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens, das diesmal in den Kitzbüheler Alpen stattfand, definierten die Partner gemeinsam die Handlungsfelder für die Zukunft.

Tirol auf Schiene #1
Versammelten sich zum Netzwerktreffen von „Tirol auf Schiene“: Ekkehard Allinger Csollich (Land Tirol), Khaled El Hussein (DB), Werner Ebert (SBB), Florian Phleps (Tirol Werbung), Rene Zumtobel (ÖBB Tirol), Alexander Jug (VVT) und Kurt Bauer (ÖBB Fernverkehr, v.l.) ©Silvia Seebacher

„Im Tourismus ist die leichte Erreichbarkeit einer Destination wettbewerbsentscheidend“, bringt es Florian Phleps (Tirol Werbung) auf den Punkt. Vor allem die umweltfreundliche Anreise mit der Bahn und daraus resultierend Mobilitätslösungen für die Gäste in der Urlaubsregion gewinnen stark an Bedeutung. „Zusätzlich profitieren alle Tirolerinnen und Tiroler von den Investitionen des Tourismus in die Mobilität, da das Angebot für die Bevölkerung erheblich verbessert wird.“

Mit dem Projekt „Tirol auf Schiene“, in dem die Deutsche Bahn (DB), die Schweizer Bundesbahnen (SBB), die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), der Verkehrsverbund Tirol (VVT), Land Tirol und die Tirol Werbung seit 2012 erfolgreich zusammenarbeiten, wurden gemeinsame Angebote erfolgreich umgesetzt: Neue Direktverbindungen wie z.B. der Nightjet von Hamburg nach Innsbruck, die Railjet-Direktverbindungen aus Wien in die Kitzbüheler Alpen oder der Railjet von München nach Tirol ließen die Zahl der Bahnreisenden spürbar steigen.

„Wir arbeiten intensiv daran, die Produkte im Fernverkehr der ÖBB nachhaltig weiterzuentwickeln und noch weiter zu verbessern. Dies ist aber nur mit einer langfristigen, strategischen Partnerschaft möglich. Ich möchte deshalb unseren Partnern auf der Schiene, allen voran der DB und der SBB, all den bahnaffinen touristischen Partnern wie beispielsweise der Tirol Werbung sowie dem VVT und den engagierten politischen Entscheidungsträgern danken“, hebt Kurt Bauer (ÖBB) die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor.

„Mit dem Angebot, dass die Gästekarte zur Fahrkarte wird, setzte beispielsweise die Region Kitzbüheler Alpen das Thema Vorort-Mobilität beispielgebend um: Seit Mai 2017 kann jeder Gast – finanziert über die Nächtigungsabgabe – 18 Bahnhöfe zwischen Kirchbichl, Wörgl und Hochfilzen mit seiner Gästekarte ansteuern. Rund 60 S-Bahnen oder REX-Züge stehen zur Verfügung. Über 600 Gäste nutzen dies täglich“, ergänzt Rene Zumtobel (ÖBB) mit einer echten gemeinsamen „Erfolgsgeschichte“.

Ein weiterer Schwerpunkt lag und liegt im Bereich der Kommunikation – auf den Märkten, aber vor allem in Tirol: „Dank der Mobilitätscoaches, die mehr als 300 Unterkunftsbetriebe besucht haben, ist das Thema bei den Vermietern „angekommen“. Wenn diese beispielsweise Reisezeitkarten, die die Anreise aus den Herkunftsorten visualisieren, auf ihren Websites anbieten oder die Gäste auf die Mobilitätslösungen vor Ort hinweisen, werden die Angebote angenommen. Sie sind neben den Tourismusverbänden unsere wichtigsten Multiplikatoren“, bedankt sich Florian Phleps bei allen Betrieben bzw. Tourismusverbänden, die „Tirol auf Schiene“ mittragen.

Netzwerktreffen mit Strahlkraft
„Mit den Strategie- und Netzwerktreffen ist es uns gelungen, die wichtigen Mobilitätspartner jährlich in einer Tiroler Region zum Erfahrungsaustausch zusammenzubringen. Sie reisen aus Wien, Frankfurt, München und Bern an. Das machen sie für kein anderes Bundesland. Das zeigt die große Bedeutung Tirols für die Bahnpartner auf. Diese Verbindung stärkt das Mobilitätsnetzwerk“, so Projektleiterin Katleen Johne. Beim diesjährigen Treffen in der „Mobilitäts-Vorzeige-Region“ stand so neben dem Erfahrungsaustausch auch die Planung für die kommenden Jahre auf dem Programm.

Volle Kraft voraus – „Tirol auf Schiene“ 2021
Der erfolgreiche Weg wird fortgesetzt – bis 2021 engagieren sich alle Partner mit voller Kraft für „Tirol auf Schiene“: Neben der Forcierung neuer direkter Bahnverbindungen soll vor allem das bestehende Bahnangebot im Bewusstsein der Gäste und Touristiker fix verankert werden – als perfekte, komfortable Anreisemöglichkeit. Komfort und Convenience sind weitere Schwerpunkte – vom einfachen Gepäcktransport bis hin zum Sportartikelverleih muss der Urlaub für den Gast auch ohne Auto entspannt, unkompliziert und bequem sein. Mit dem tirolweiten Bahnhofshuttle (www.bahnhofshuttle.tirol) soll die „letzte Meile“ – der Weg vom Bahnhof zur Unterkunft – komfortabel gelöst werden.

„Wir freuen uns, gemeinsam im Projekt ,Tirol auf Schiene‘ dazu beizutragen, das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität im Tourismus weiter zu stärken und zusammen mit den touristischen Leistungsträgern genau jene Produkte zu entwickeln, die die Gäste „auf Schiene“ bringen. Neben der Optimierung der Bahnanbindung aus den Herkunftsländern der Tiroler Gäste ist die „Vorort-Mobilität“ einer der Schwerpunkte“, so Alexander Jug (VVT) und Rene Zumtobel (ÖBB) unisono. „Wenn wir es schaffen, in ganz Tirol ein neues Qualitätsbewusstsein für die Bahnanreise zu schaffen, werden wir einmal mehr unserer Vorreiterrolle gerecht und sind auch für die Zukunft bestens gerüstet“, so Florian Phleps abschließend.

Bilder zur Presseinformation

  • Versammelten sich zum Netzwerktreffen von „Tirol auf Schiene“: Ekkehard Allinger Csollich (Land Tirol), Khaled El Hussein (DB), Werner Ebert (SBB), Florian Phleps (Tirol Werbung), Rene Zumtobel (ÖBB Tirol), Alexander Jug (VVT) und Kurt Bauer (ÖBB Fernverkehr, v.l.)

  • Brigitte Hainzer (Mobilitätscoach, li.), Stefan Astner (GF TVB Hohe Salve), Bettina Geisl (Obfrau TVB Pillerseetal)

  • Die Teilnehmer des Strategie- und Netzwerktreffens in den Kitzbüheler Alpen. Foto: Silvia Seebacher

  • Mit dem tirolweiten Bahnhofshuttle soll die „letzte Meile“ – der Weg vom Bahnhof zur Unterkunft – komfortabel gelöst werden.

  • Mit „Tirol auf Schiene“ wird die Bahnanreise forciert.