Tirols bisherige Sommerbilanz mit Zuwächsen bei Ankünften und Umsätzen aber weniger Nächtigungen

Zwischen Mai und September 2006 stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Ankünfte um + 1,7%, die Umsätze laut Tiroler Tourismusbarometer um + 0,8%, die Nächtigungen hingegen gingen aufgrund der in praktisch allen Vergleichdestinationen ebenfalls feststellbaren sinkenden Aufenthaltsdauer um – 2,9% zurück.

Laut aktueller Tiroler Tourismusstatistik wurden im September deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. Insgesamt stiegen im September 2006 die Ankünfte um + 15% und die Nächtigungen um + 7,5%. Deutliche Nächtigungszuwächse gab es dabei aus praktisch allen wichtigen Herkunftsmärkten – Deutschland (+ 7,3%), Schweiz (+ 12,8%), Niederlande (+ 12,4%), Belgien (+ 16,7%) und Italien (+ 11,2 %). Für das bisherige Sommerergebnis zwischen Mai und September 2006 zeigt sich – nicht zuletzt aufgrund des verregneten Augusts und der dadurch beeinträchtigten Dauer der geplanten Urlaubsaufenthalte – ein differenziertes Bild: Einerseits kamen deutlich mehr Gäste in diesem Sommer nach Tirol (Ankünfte stiegen um + 1,7%), andererseits verkürzte sich die Aufenthaltsdauer der Gäste und damit sanken auch die Nächtigungen um – 2,9%. Nächtigungszuwächse gab es in der bisherigen Sommerbilanz aus der Schweiz (+ 2,5%), Frankreich (+ 0,3%), den USA (+ 3,4%), der Tschechischen Republik (+ 16,7%), Ungarn (+ 3,5%) und Polen (+ 55,8%). Auch den österreichischen Feriengast konnte Tirol in diesem Sommer deutlich besser ansprechen – sowohl die Ankünfte (+ 4,5%), als auch die Nächtigungen (+ 2,3%) stiegen. Aus den Niederlanden (+ 2,1%) bzw. Italien (+ 3,2%) wiederum kamen zwar deutlich mehr Gäste, die Nächtigungen aus den Niederlanden (- 4,6%) bzw. Italien (- 3,7%) sanken hingegen. Weitere Nächtigungsrückgänge mussten aus Deutschland (- 4,5%), Großbritannien (- 4,2%) und Belgien (- 6,3%) verzeichnet werden. Trotz der Nächtigungsrückgänge konnte laut Tiroler Tourismusbarometer (Umsatzerhebung für Übernachtung/Frühstück aufgrund einer saisonal, repräsentativen Preiserhebung in ca. 8500 Beherbergungsbetrieben) ein Zuwachs um + 0,8% erzielt werden. Ein Grund dafür ist die laut Statistik ebenfalls nachvollziehbare Orientierung zum Qualitätstourismus und der damit steigenden Wertschöpfung. Denn der Trend zu Qualität bei den Unterkunftsarten setzt sich auch in diesem Sommer fort: Während die gewerblichen Beherbergungsbetriebe insgesamt einen Nächtigungsrückgang von – 1,8% hinnehmen mussten, verzeichneten die 5/4-Stern-Hotellerie zwischen Mai und September 2006 ein Nächtigungsplus von + 1,9%.