Perfekte Bedingungen und viele zufriedene Gesichter beim Schlittenhunde-Weltcup

Aktualisiert am 03.02.2026

WM-Generalprobe in Unterjoch und Schattwald begeistert Teilnehmer und Zuschauer 

Es war ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch und ein starkes Statement für den internationalen Schlittenhundesport: Beim Weltcup im Bad Hindelanger Ortsteil Unterjoch und der benachbarten Tiroler Gemeinde Schattwald (Österreich) gingen etwa 130 Musher aus zahlreichen europäischen Ländern mit mehr als 500 Hunden an den Start. Zwei Tage lang verwandelte sich das Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich bei besten äußeren Bedingungen und winterlichen Temperaturen in eine einzige Sportbühne mit einer Atmosphäre, die Sportler und Zuschauer unisono begeisterte. Dutzende Medien- und viele passionierte Tierfotografen positionierten sich an beiden Tagen entlang der Strecke, um die rasanten Abfahrten der Gespanne für die kollektive oder private Erinnerung festzuhalten. 

Schlittenhunde Weltcup
Schlittenhunde Weltcup © Bad Hindelang Tourismus / Wolfgang B. Kleiner

Bad Hindelang-Unterjoch/Schattwald. „Was für ein tolles Spektakel in einer einzigartigen Natur. Wir waren erstmals bei einem Schlittenhunderennen live dabei und kommen nächste Jahr wieder“, zeigte sich eine Besucherin aus Rheinhessen beeindruckt. Ein aus der Region um Innsbruck angereister Zuschauer lobte die „großartige Streckenführung“ sowie „die länderübergreifende Kooperation zwischen Deutschland und Österreich“.  

„Wir haben beim Schlittenhunde-Weltcup und der Deutschen Meisterschaft in Unterjoch perfekte Bedingungen erlebt. Mehr als 100 Teams, viele Hunde, hervorragende Pisten und begeisterte Zuschauer. Der Gemeinde Schattwald für die tolle Zusammenarbeit und Verbandschef Arno Steichler für die Organisation danke ich herzlich. Ein großes Lob auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Vereine, ohne die eine Veranstaltung dieser Größe nicht möglich wäre. Dass wir 2027 die Weltmeisterschaft bei uns austragen dürfen, freut mich sehr“, sagte die Bad Hindelanger Bürgermeisterin Dr. Sabine Rödel.

Es war ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch
Es war ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch © Bad Hindelang Tourismus / Wolfgang B. Kleiner

Amtskollege Wolfgang Ramp aus dem benachbarten Schattwald zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. „Wir freuen uns, dass sich diese tolle Veranstaltung mit immer mehr Zusammenarbeit und gemeinsamer Kooperation zu dem entwickelt hat, was wir an zwei Tagen in Unterjoch, Schattwald, dem Allgäu und dem Tannheimer Tal erleben durften. Ich habe viele zufriedene Zuschauer gesehen. Beim Schlittenhundesport ist für jeden etwas dabei – Familien kommen ebenso auf ihre Kosten, wie am Wettkampf interessierte Gäste. Für die WM 2027 wünsche ich mir, dass es uns erneut gelingt, viele Musher-Teams und interessierte Zuschauer nach Unterjoch und Schattwald zu holen.“

Für Marina Brutscher, Lokalmatadorin aus Bad Hindelang, war das Wochenende der absolute Höhepunkt der Saison: „Jeder Musher würde sich solche Bedingungen wünschen: Eine 1a-präparierte Strecke, perfektes Wetter, tolle Besucher und ein internationales Starterfeld. Besser kann eine Generalprobe für eine Weltmeisterschaft nicht ablaufen“, bilanzierte die Allgäuerin und brach eine Lanze für diesen Sport: „Spaß am Wettkampf mit den Hunden in der freien Natur – genau deshalb habe ich damals mit diesem Sport angefangen. All das haben wir an diesen beiden Tagen in Unterjoch und Schattwald hautnah erlebt.“ 

Dass es das erste Weltcup-Rennen auf Schnee in dieser Saison in Mitteleuropa war, unterstreicht die große Bedeutung der beiden Standorte. Die Bedeutung hat in diesen Tagen nochmals zugenommen, da die demnächst anstehende Weltmeisterschaft in Siebenbürgen (Rumänien) kurzfristig abgesagt werden musste. „Das ist sehr schade mit der WM, aber Unterjoch heilt den Schmerz. Die Gastgeber Unterjoch und Schattwald mit allen ihren Helfern haben einmal mehr gezeigt, was sie leisten können. Was hier zwei Tage auf die Beine gestellt wurde, ist kaum zu toppen. Umso mehr freut es mich, dass beide Orte 2027 die Weltmeisterschaft ausrichten dürfen – sie haben es sich redlich verdient,“ sagte Rennleiter Arno Steichler vom Baden-Württembergischen Schlittenhundeclub (BWSC).

Die Schlittenhundeführer waren beim Weltcup in Unterjoch mit Skating-Skiern oder ihren Schlitten unterwegs. In der Ski-Disziplin waren bis zu zwei Hunde vor dem Musher eingespannt, bei den Schlittengespannen (je nach Klasseneinteilung) sogar zwischen zwei und 14 Hunde. Die großen Gespanne erreichten Sattelzuglänge. Für Begeisterung sorgte auch der Wettbewerb für den Nachwuchs, der erst zum zweiten Mal auf abgesicherter Piste ausgetragen wurde.

Die Wettkämpfe waren vom BWSC organisiert worden, der das Rennen gemeinsam mit dem Wintersportverein Unterjoch ausrichtete. Tatkräftig unterstützt wurde das europaweit beachtete Event von örtlichen Vereinen aus Unterjoch und Schattwald.

© Bad Hindelang Tourismus / Wolfgang B. Kleiner

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