Nachhaltigkeit im alpinen Tourismus beginnt vor Ort – AAC setzt Impulse
Aktualisiert am 26.05.2026
Mit den Erkenntnissen aus dem Interreg-Projekt Alpine Awareness Camps (AAC) werden nachhaltige Tourismusentwicklung, alpine Sicherheit und Naturverträglichkeit künftig noch stärker in den Regionen verankert. Für die Region Kitzbüheler Alpen-Brixental bietet das Projekt wertvolle Impulse, um den Naturraum langfristig zu schützen und gleichzeitig qualitätsvolle Bergerlebnisse zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Besucherströme gelenkt, sensible Räume erhalten und Gäste aktiv für einen bewussten Umgang mit der alpinen Landschaft sensibilisiert werden können. AAC verbindet dazu Wissenstransfer, praktische Erfahrungen und digitale Angebote – immer mit dem Ziel, nachhaltigen Outdoorsport erlebbar zu machen und Verantwortung für Natur und Mensch zu stärken.

Das AAC-Projekt versteht sich dabei nicht als Einschränkung des Bergerlebnisses, sondern als Einladung, Natur bewusster wahrzunehmen und bestehende Angebote zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Themen wie naturverträgliche Mobilität, Besucherlenkung, Tourenplanung und Bewusstseinsbildung schaffen dabei konkrete Anknüpfungspunkte.
Den offiziellen Abschluss des Projekts bildete am 19. Mai in Innsbruck ein hochkarätig besetzter Abend mit Vertreter:innen aus Tourismus, Bergsport, Wissenschaft, Politik (Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber) sowie Natur- und Umweltschutz. Mehr als 50 geladene Gäste diskutierten unter dem Motto „Deine Berge von morgen – (S)AAC schützt Mensch und Natur“ über die Zukunft des alpinen Tourismus.
Das grenzüberschreitende Projekt wurde gemeinsam mit Partnern aus Tirol und Bayern umgesetzt – darunter die Universität Innsbruck, der TVB Tiroler Oberland – Erlebnisraum Kaunertal, Allgäu GmbH, die Nebelhornbahn AG und der TVB Kitzbüheler Alpen – Brixental. Ziel war es, neue Wege zu entwickeln, um Sicherheit am Berg mit Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit zu verbinden.
Christoph Stöckl betonte im Rahmen des Abschlussevents:
„Nachhaltigkeit im alpinen Tourismus entsteht dort, wo Menschen Natur nicht nur nutzen, sondern verstehen. Projekte wie AAC zeigen, dass Bewusstseinsbildung, regionale Zusammenarbeit und konkrete Angebote entscheidend sind, um unsere Bergwelt auch für kommende Generationen lebenswert und erlebbar zu erhalten.“
Der Abend machte deutlich: Die Zukunft alpiner Regionen liegt nicht im Weniger, sondern im bewussteren Miteinander von Tourismus, Natur und regionaler Entwicklung.