TVB Wildschönau zieht Bilanz: Investitionen und neue Angebote im Mittelpunkt
Aktualisiert am 23.10.2026 | Wildschönau
Bei der Vollversammlung am 22. Oktober zog der Tourismusverband Wildschönau Bilanz: Mehrere Vorhaben der gemeinsam mit der Gemeinde erarbeiteten Strategie 2030 wurden im vergangenen Jahr umgesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die Weiterentwicklung des touristischen Angebots und Investitionen, von denen Gäste und Einheimische gleichermaßen profitieren.

Investitionen in neue Angebote
Bereits bei der Vollversammlung im Vorjahr hatte der TVB angekündigt, frei gewordene Mittel aus der Neuorganisation der Sommerbergbahnfinanzierung in die Angebotsentwicklung zu investieren. Inzwischen wurden mit dem Wirbelwindweg zwischen Niederau und Oberau sowie der Holzweg-Runde in Auffach zwei neue Familienangebote umgesetzt. Sieben Genussbike-Rundtouren ergänzen das Radangebot. Am Abschnitt Mühltal der Talrad-Achse beteiligte sich der Verband mit insgesamt 400.000 Euro.
Mit diesen Projekten verfolgt der Tourismusverband das Ziel, das touristische Angebot weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Lebensqualität der Einheimischen zu stärken. Obmann Christoph Brugger formuliert es im Geschäftsbericht so: „Ein Gast kann sich nur dann bei uns wohlfühlen, wenn auch wir uns hier wohlfühlen und das Lebensgefühl der Wildschönau selbst leben.“
Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor
Welche Bedeutung der Tourismus für die Wildschönau hat, zeigt eine aktuelle Auswertung der GAW-Wirtschaftsforschung. Demnach erwirtschaftet der Tourismus eine Bruttowertschöpfung von 84,5 Millionen Euro, was einem Firmenumsatz von rund 250 Millionen Euro entspricht. Jeder zweite Euro in der Wildschönau stammt aus dem Tourismus. Innerhalb der Bezirke Kufstein und Kitzbühel weist die Wildschönau laut Studie mit 50 bis 70 Prozent den höchsten touristischen Anteil an der regionalen Wertschöpfung auf. Zudem finden 847 Menschen im Tourismus Beschäftigung, Selbstständige nicht eingerechnet.

Stabile Nächtigungen, Veränderungen im Bettenangebot
Auch bei den Nächtigungen fällt die aktuelle Bilanz weitgehend stabil aus. Der Winter 2025/26 lag mit rund 390.000 Übernachtungen nahezu auf Vorjahresniveau. Im Sommer wurden bis zum 19. Oktober rund 377.000 Nächtigungen verzeichnet, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Budget für 2027 bleibt mit 4,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.
Eine Zehnjahresanalyse des MCI Innsbruck zeigt, dass die Zahl der Gästebetten stärker zurückgegangen ist als die Nachfrage nach Übernachtungen. Gleichzeitig hat sich das Beherbergungsangebot deutlich in Richtung Ferienwohnungen verschoben. Für den Tourismusverband bleibt es daher eine wichtige Aufgabe, gewerbliche Qualitätsbetten zu sichern und weiterzuentwickeln.

Neben dem Rückblick auf die touristische Entwicklung bot die Vollversammlung auch Anregungen für die heimischen Betriebe. Das Wiener Designstudio LucyD war mit einem Impulsvortrag zum Thema „Zeitgemäßes Zimmerdesign“ angekündigt. Dabei sollte es unter anderem darum gehen, wie bestehende Einrichtungen wiederverwendet und in eine zeitgemäße Raumgestaltung eingebunden werden können.
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