Tirols Tourismus hat 2026 viel vor

Aktualisiert am 04.01.2026

Anlässlich des Bergiselspringens haben Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber und Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler heimische Touristikerinnen und Touristiker zum Neujahrsausblick ins Urichhaus geladen, um wesentliche Vorhaben für 2026 vorzustellen. Das Thema Einheimischentarife, eine bessere internationale Anbindung des Innsbrucker Flughafens sowie Veranstaltungen mit internationaler Strahlkraft stehen heuer auf der touristischen Agenda ganz oben.

Tourismuslandesrat Mario Gerber und Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler hatten zum Neujahrsausblick auf den Bergisel geladen, um die wichtigsten Pläne und Projekte für 2026 vorzustellen. © Tirol Werbung / Franz Oss

Innsbruck, 5. Jänner 2026 – Das Innsbrucker Bergiselspringen am 4. Jänner bildet traditionell den Rahmen für den Neujahrsausblick von Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber und Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler. Die beiden präsentieren den Gästen alljährlich im Anschluss an den gemeinsamen Besuch der Sportveranstaltung wesentliche Vorhaben für das neue Jahr. Rund 50 Touristikerinnen und Touristiker sind diesmal zum Branchentreffen ins Urichhaus gekommen.

„Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ist die Wintersaison erfolgreich angelaufen. Die Buchungslage über die Weihnachtsfeiertage war sehr gut und auch der weitere Ausblick stimmt zuversichtlich“, resümierte Tourismuslandesrat Gerber im Rahmen der Zusammenkunft.

Engagement für Einheimischentarife und Fluganbindungen

„Tirol kann sich glücklich schätzen, einen stabilen Anker wie die heimische Tourismuswirtschaft zu haben. Das weiß auch die Bevölkerung. Deshalb müssen wir die großen Herausforderungen nicht nur erkennen, sondern auch lösen“, gab Gerber die Richtung vor. Daher kämpfe er für die rechtliche Absicherung von Einheimischentarifen, um Vergünstigungen für alle Tirolerinnen und Tiroler wieder regulär zu etablieren. „Die Einheimischentarife sind ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und absolut notwendig für die Tourismusakzeptanz im Land“, betonte der Landesrat. „Wir fordern eine rasche europäische Lösung, um die Unsicherheiten zu beenden und uns notwendige Handlungsspielräume an die Hand zu geben.“ Anlässlich seines Tirol-Besuchs im September habe der zuständige EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas Unterstützung zugesagt. Die werde man nun mit Nachdruck in Brüssel einfordern.

Darüber hinaus lässt Gerber auch beim Flughafen Innsbruck nicht locker. Angesichts stagnierender Märkte in Europa sei eine überlegte Internationalisierung im Tiroler Tourismus notwendig und eine verlässliche Erreichbarkeit alternativlos. „Seit dem Rückzug der Lufthansa aus Innsbruck ist diese globale Anbindung über weite Strecken abgeschnitten. Das ist für den Tourismus, die gesamte Wirtschaft und am Ende für die Bevölkerung nicht zu akzeptieren. Daher werde ich alles daran setzen, internationale Verbindungen für Tirol wiederherzustellen“, stellte der Tourismuslandesrat klar. Man arbeite derzeit mit Hochdruck an kreativen Lösungen wie einer virtuellen Airline. „Es braucht ein zukunftsfähiges Modell – egal, wie dieses aussieht. Am Ende zählt das Ergebnis.“

Rund 50 Touristikerinnen und Touristiker waren zum Neujahrsausblick von Tourismuslandesrat Mario Gerber und Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler ins Urichhaus gekommen. © Tirol Werbung / Franz Oss

Tirol auf internationalen Bühnen

Die Tirol Werbung setzt 2026 den eingeschlagenen Weg fort und präsentiert das Land insbesondere mittels aufmerksamkeitsstarker Events und Initiativen. Nach einer exklusiven Fachveranstaltung für die Reise- und Medienbranche in New York im November 2025 steht mit den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina im Februar 2026 bereits das nächste Ereignis mit internationaler Strahlkraft vor der Tür. „Wir nutzen die größte Wintersportbühne der Welt, um die Marke Tirol sowie unsere Produkte und Leistungen in die Auslage zu stellen und die Lust auf Tirol zu steigern“, erläuterte Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler. So wird das Austria House des Österreichischen Olympischen Comité in Cortina an drei Tagen zum Austria Tirol House: „Von 13. bis 15. Februar präsentieren wir dort Spitzenleistungen der heimischen Tourismusregionen, Kulinarik, Kultur und Wirtschaft.“

Im Juni steigt mit den Austrian Alpine Open in Kitzbühel ein neues Sportgroßereignis auf heimischem Boden. „Dieses Golfturnier ist Teil der DP World Tour, die neben der PGA Tour die weltweit größte Turnierserie im Profigolfsport ist. Die Veranstaltung wird sowohl Spitzensport auf höchstem Niveau als auch unser exzellentes Tiroler Golfangebot über mehrere Tage ins internationale Rampenlicht stellen“, machte Seiler deutlich.

Im Frühsommer wird Tirol zum zweiten Mal das Berliner Stadtbild prägen. Nach dem erfolgreichen Auftakt des „Key-City“-Auftritts im Vorjahr wird es dort auch heuer wieder eine mehrwöchige Kampagne geben, die unter anderem Großplakate an stark frequentierten Plätzen oder Veranstaltungen zum Klettern, Mountainbiken, Wandern und Trailrunning umfasst. Darüber hinaus wird diese Initiative erstmals für den Winter eingesetzt: Im Herbst wird Polens Hauptstadt Warschau eine „Key-City“-Kampagne zur Bewerbung des Tiroler Winterangebots mit zahlreichen Tiroler Tourismusverbänden und Partnern erleben.

Neue Heimat für die Marke Tirol

Die Marke Tirol steht im Fokus, wenn im März am Franziskanerplatz in Innsbruck die Lebensraum Tirol Gruppe, zu der die Tirol Werbung gehört, eine eigene Markenwelt eröffnet. „Die neue Räumlichkeit wird die Produkte des Tirol Shops, regionale Kulinarik und einen kulturellen Treffpunkt unter einem Dach vereinen“, blickte Seiler voraus. Ein abwechslungsreiches Programm an Veranstaltungen und Austauschformaten soll vor allem die heimische Bevölkerung ansprechen und zum Diskurs einladen.

Eine weitere Premiere wird es beim Alpenklimagipfel im Frühsommer auf der Zugspitze geben. Erstmals wird dort das alpenweite Netzwerk AlpNet auf Tiroler Initiative einen Award für Vorzeigeprojekte zum Thema Klima verleihen. „Durch die Auszeichnung herausragender, nachhaltiger Projekte möchten wir untermauern, dass Tourismus und Klimaschutz im Einklang passieren können,“ betonte Seiler, die Präsidentin der AlpNet-Vereinigung ist. Zudem initiiert die Lebensraum Tirol Gruppe einen Preis, um Nachhaltigkeitsinitiativen am Standort Tirol auszuzeichnen.

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