Auf Weltreise daheim in Osttirol

Strandfeeling wie in der Südsee, ein ungezähmter Gletscherfluss wie in Neuseeland oder
ein Hauch von Tibet – dafür braucht es keine Fernreise. Das geht auch in Osttirol.
Umweltfreundlich und zeitsparend. Auf einer Weltreise im Taschenformat.

Corona-Krise: Allgemeine Reisebeschränkungen, gecancelte Flüge, geplatzte Reiseträume.
Die große weite Welt scheint ferner denn je! Eine Weltreise? Gerade unmöglich. Oder vielleicht
auch nicht! Denn in Osttirol warten Südseefeeling, bizarre Urlandschaften, mächtige Eisriesen,
ein Nationalpark und historische Kulturgüter. Dazu echte Bergabenteuer, authentische
Traditionen und charakterstarke Menschen. In Osttirol ist quasi eine Weltreise möglich, ohne
das eigene Land zu verlassen. Hinzu kommt: Eine klassische Weltreise ist kostenintensiv und
zeitaufwendig. Dazu das schlechte Gewissen: Wollte man nicht gerade erst seinen
ökologischen Fußabdruck reduzieren, auf Überseeflüge verzichten und stattdessen nicht so weit
entfernte Reiseziele erkunden? Jetzt ist die Zeit dazu. Also auf nach Osttirol.

Isel - Osttiroler Lebensfluss
Isel - Osttiroler Lebensfluss ©Nationalpark Hohe Tauern/Daniel Egger

Die Isel: Ungezähmtes Gletscherflusssystem wie am Tasman River in Neuseeland
Die Isel ist der letzte frei fließende Gletscherfluss der Alpen. Von ihrer Quelle hoch oben am
Umbalkees bis in die Bezirkshauptstadt Lienz hat sie sich über die Jahrtausende auf einer Länge
von 54 Kilometern ihren Weg gebahnt und verändert dabei ihren Lauf bis heute – wie man es
auch vom Tasman River im Mount-Cook-Nationalpark in Neuseeland kennt, der dem mächtigen Tasman-Gletscher entspringt. Der Mensch setzt der Isel keine baulichen Grenzen. Und so ist dieser Fluss ein einzigartiger Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten geblieben. Am besten erlebt man den Fluss, wenn man sich ihm mit Muskelkraft nähert: zu Fuß, auf dem EBike oder im Kajak.

Dürrenfeld
Dürrenfeld ©Peter Templer

Dürrenfeld: Unwirkliche Mondlandschaften wie in der Sahara
Zwischen dem Kals-Matreier-Törlhaus (2.207m) und der Sudetendeutschen Hütte (2.656m)
verläuft der Sudetendeutsche Höhenweg: Ein Aussichtspfad, der westlich der Kendlspitze
(3.085m) ganz plötzlich von lieblich-grünen Bergwiesen in ein fast ödes Braun übergeht. Eine
wüstenartige, bizzare Landschaft umgibt die Wanderer. Auf rund einer Stunde Weglänge taucht
man in eine staubtrockene Urlandschaft ein. Fast wie in der Hamada der Sahara. Hinter der
Dürrenfeld Scharte ist die Reise nach Nordafrika dann schnell wieder vorbei: die
Sudetendeutsche Hütte gerät ins Blickfeld und auch die alpine Vegetation zeigt sich wieder in
ihrer vollen Pracht.

Anstieg zum Großvenediger
Anstieg zum Großvenediger ©Tschurtschenthaler/AKZ

Großvenediger: Wilde Gletscherlandschaft wie am Südpol
Hoch oben im Virgental, südwestlich des majestätischen Eisdoms des Großvenedigers, befindet
sich eines der größten Gletscherplateaus der Ostalpen. Gewaltige Eismassen, pfeiffender Wind
und Eiseskälte. Zivilisation? Fehlanzeige. Willkommen in der Antarktis des Nationalpark Hohe
Tauern. Nimmt man das Venedigertaxi von Hinterbichl zur Johannishütte (2.116m) und steigt
anschließend rund zwei Stunden zum Defreggerhaus (2.962m) auf, ist die Osttiroler Antarktis
zum Greifen nah. Ein frischer Gletscherwind weht um die Nase und in wenigen Minuten steht
man mittendrin: im ewigen Eis der Venedigergruppe.

Jagdhausalm im Defereggental
Jagdhausalm im Defereggental ©Nationalpark Hohe Tauern/Johannes Geyer

Die Jagdhausalm: Ein Hauch von Tibet
Die Jagdhausalm ist keine Alm mit Holzhütten, wie man sie sich in den Alpen vorstellt. Dem
vergänglichen Holz weicht hier eine massive Steinbauweise. Die älteste Alm Österreichs ist für
die Ewigkeit gebaut. Auf 2.000 Metern Seehöhe gelegen und eingebettet zwischen Felsen und
Grasmatten, wird sie oft als „Klein Tibet“ der Alpen bezeichnet. Doch ist das Osttiroler Tibet
deutlich leichter erreichbar. Mit dem E-Bike gelangt man zur Alm samt Jausenstation in rund
zwei Stunden bequem aus dem hintersten Defereggental. Wer dann noch nicht genug hat, radelt
weiter zum Klammjoch (2.298m) an der Grenze zu Südtirol.

Hohe Grube
Hohe Grube ©Nationalpark Hohe Tauern/Martin Kurzthaler

Hohe Grube: Südseefeeling 2.700 Meter über dem Meeresspiegel
Zwischen der Clara- und Essener-Rostockerhütte in der Venedigergruppe verläuft die so
genannte Alpenkönigroute. Ein alpiner Steig, der dem Prägratner Bergführer Alois Berger
gewidmet ist. Er ist aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner exzellenten Ortskenntnisse in
seiner Heimat auch als Alpenkönig bekannt. Im Bereich der Hohen Grube befindet sich eine
hochalpine Seenlandschaft, deren Ufer mit feinstem Sandstrand gesäumt sind. An warmen
Sommertagen kommt da wahres Südseefeeling auf. Einzig die Wassertemperatur und die
dünne Luft verdeutlichen, dass man sich gerade 2.700 Meter über dem Meeresspiegel befindet.

Zedlacher Paradies
Zedlacher Paradies ©Nationalpark Hohe Tauern/Kastil Assil

Zedlacher Paradies: Knorrige Baumriesen wie im Sequoia National Park in den USA
Das Zedlacher Paradies ist ein 600 Jahre alter, lichter Lärchen-Bergwald an den sonnigen
Südhängen des vorderen Virgentals. Hier reihen sich knorrige Baumriesen aneinander, die
ähnlich wie die Mammutbäume im US-amerikanischen Sequoia Nationalpark genügend
Sonnenlicht bis zum Boden durchdringen lassen. Die Waldböden sind deshalb mit einem
saftigen Grün überzogen. In den lichtdurchfluteten Zedlacher Wäldern merkt man schnell, dass
der Beiname Paradies keineswegs aus der Luft gegriffen ist. Auf einem Rundwanderweg und
einem speziell für Familien angelegten Themenweg erfährt man mehr über den Wald, seine
Tiere und das einzigartige Ökosystem.

Weitere Informationen gibt es unter www.osttirol.com .

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