Bezirk Reutte: Sicher durch den Winter

Digitales „Corona-Gästebuch“ für Einheimische und Gäste soll im ganzen Außerfern mehr Sicherheit bringen. System geht ab 23. November in den Echtbetrieb!

 Im Bezirk Reutte setzt man auf feratel MyVisit-Pass als Instrument zur einheitlichen Gästeregistrierung
Im Bezirk Reutte setzt man auf feratel MyVisit-Pass als Instrument zur einheitlichen Gästeregistrierung ©Wirtschaftskammer Reutte

Rund 230 Wirte und 380 Hotels und Beherbergungsbetriebe mit Gastronomie müssen seit 19. Oktober 2020 im Außerfern die Daten ihrer Gäste beim Zutritt erfassen. Wir rechnen mit einer Papierflut von 10.000 bis 20.000 Zetteln am Tag, prognostizierte die Wirtschaftskammer Reutte bereits vor dem zweiten Lockdown und forderte daher ein einheitliches System für die digitale Gästeregistrierung. 

Laut der entsprechenden Verordnung müssen Wirte Vor-, Nachname und Telefonnummer ihrer Gäste sowie Datum, Uhrzeit und - wenn möglich - Tischnummer erfassen, maximal vier Wochen lang aufbewahren und bei Bedarf den Behörden digital aushändigen. "Wenn es der Gesundheit dient, werden wir das machen", so Wolfgang Winkler von der Wirtschaftskammer Reutte. Allerdings befürchtet er eine Zettelwirtschaft ungeahnten Ausmaßes.

"Das muss im 21. Jahrhundert digital funktionieren", findet Winkler klare Worte und holte mit Martin Nigg (intraService.at) einen profunden IT-Experten in das Beraterteam. Derzeit gebe es zwar ein Dutzend Registrierungs-Apps, die digital arbeiten, aber leider eben viele unterschiedliche zur Wahl. Wenn sich zwei Wirte zufällig für die gleiche Lösung entscheiden, ist das angenehm, würden aber alle Betriebe dieselbe Lösung verwenden, wäre es am Einfachsten für alle Einheimische und Gäste. Auch Martin Nigg tritt daher für eine einheitliche, digitale Lösung ein.

Schulterschluss von Gemeinden und Tourismusverbänden
Um es allen Einwohnern, Gästen, Betrieben und Vereinen leichter machen zu können, hat sich der gesamte Bezirk Reutte mit seinen vier Tourismusverbänden und 37 Gemeinden dazu entschlossen, eine bezirksweit einheitliche, digitale Kontaktnachverfolgungslösung sprich Gästeregistrierung einzuführen – kostenlos für alle! Sämtliche Implementierungs- und Wartungskosten werden von den TVB´s und den Planungsverbänden getragen.

Die eingesetzte Lösung heißt „feratel MyVisit-Pass“
Wie das sehr einfache System funktioniert, wird auf der für Einheimische, Gäste und Betriebe vorbereiteten Informationswebseite pass.allesausserfern.at erklärt. Ist die kurze Ersteinrichtung einmal am eigenen Smartphone durchgeführt, werden die notwendigen Angaben am Gerät gespeichert und somit immer wieder verwendet. Beim Betreten eines Lokals kann der Gast, als eine der Methoden, mit der „MyVisitPass“-App einen QR-Code (entweder am Tisch oder im Raum aufgestellt) scannen und somit einchecken. Beim Verlassen der Gaststätte sollte man die App wieder starten und auschecken. Mehr dazu ist auf besagter Informationswebseite zu finden.

Die Mitarbeiter in den Tourismusbüros wurden bereits auf dieses neue Gästeregistrierungssystem geschult. Betriebe oder Vereine, die das für sie kostenlose System einsetzen möchten, können sich ab 23. November an ihren zuständigen TVB wenden. Ab diesem Zeitpunkt können die jeweiligen Zugangsdaten erstellt werden. Auf den Webseiten der TVB’s und Gemeinden werden Banner implementiert werden, die zu dieser Informationsseite weiterleiten.

Die Registrierungsmöglichkeit in Papierform kann natürlich weiterhin verwendet werden.

„Wir hoffen auf eine rege, bezirksweite Verwendung dieses Systems in allen Betrieben die es machen müssen und anderen die es wollen, um die Registrierung allen Einheimischen und Gästen so einheitlich und einfach wie möglich zu machen“, wünschen sich alle Systempartner in einer gemeinsamen Presseaussendung.

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