Vier Tiroler Tourismusregionen mit Österreichischem Umweltzeichen ausgezeichnet
Aktualisiert am 16.10.2026 | Tiroler Zugspitz Arena
Die vier Tiroler Tourismusverbände im Außerfern – Tiroler Zugspitz Arena, Lechtal Tourismus, Tannheimer Tal und Naturparkregion Reutte – wurden im Oktober mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Tourismusdestinationen ausgezeichnet. Damit setzen sie auf einen österreichweit einheitlichen Rahmen, der die ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Regionen in den Blick nimmt.

Das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusdestinationen betrachtet Nachhaltigkeit ganzheitlich und umfasst sechs Themenfelder: Management, Sozioökonomie, Umwelt- und Klimaschutz, Biodiversität sowie Natur- und Landschaftsschutz, Mobilität und Kultur. Der Kriterienkatalog umfasst 119 Anforderungen. 63 davon müssen erfüllt werden, für eine Erstzertifizierung müssen darüber hinaus noch weitere Kriterien umgesetzt werden.
„Das Österreichische Umweltzeichen schafft eine hohe Qualität im Tourismus. Gleichzeitig werden bestehende Leistungen sichtbar und zeigen, in welchen Bereichen sich Tourismusdestinationen noch weiterentwickeln können. Damit stellen wir unsere Regionen langfristig resilienter und zukunftsfähiger auf“, erklärt Martina Heim, Nachhaltigkeitskoordinatorin der vier ausgezeichneten Tourismusverbände.
Auszeichnung als langfristiger Auftrag
„Mit dem Österreichischen Umweltzeichen setzen die Tiroler Tourismusregionen einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des heimischen Tourismus. Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich zu diesem wichtigen Schritt“, betont Bundesumweltminister Norbert Totschnig.
Das Umweltzeichen gilt ab der Verleihung vier Jahre. Die Zertifizierung ist damit als längerfristiger Entwicklungs- und Prüfprozess angelegt: Für eine Verlängerung müssen die Nachhaltigkeitsmaßnahmen weiterentwickelt und erneut im Rahmen eines vollständigen Audits überprüft werden. Für die vier Tourismusverbände steht dabei der Anspruch im Mittelpunkt, Tourismus im Einklang mit Natur, Kultur und den Menschen vor Ort zu gestalten.
Gemeinsamer Weg von vier Tourismusverbänden und 36 Gemeinden
Die vier Tourismusverbände kooperieren bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen Projekten. Auch die Zertifizierung wurde von Beginn an von allen vier Verbänden getragen. Eine gemeinsame Nachhaltigkeitskoordination bündelt die Aktivitäten und ermöglicht es, Wissen, Erfahrungen und bereits bewährte Maßnahmen zwischen den Verbänden auszutauschen.
Dem offiziellen Prozessstart im November 2024 ging eine umfassende Bestandsaufnahme voraus. Dabei wurde erhoben, welche Kriterien bereits erfüllt wurden und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf bestand. In die Vorbereitung und Umsetzung waren neben den vier Tourismusverbänden unter anderem 36 Gemeinden, die Regionalentwicklung Außerfern, das KEM- und KLAR!-Management, der Naturpark Tiroler Lech sowie weitere regionale Partner:innen und Behörden eingebunden. „Dadurch ist ein gemeinsames Verständnis dafür entstanden, dass nachhaltiges Handeln keine Einzelaufgabe ist, sondern in sämtlichen Bereichen innerhalb und außerhalb unserer Organisation eine Rolle spielt“, so Heim. Auf Basis der Bestandsaufnahme und der Workshops wurden Informationen für Gäste, Partnerbetriebe und Vermieter:innen verbessert, Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Gästeumfragen zur Erhebung von Kennzahlen vorbereitet. Weitere Schritte betrafen die Ausrichtung von Veranstaltungen nach Green Event-Kriterien, den Einsatz regionaler und fair gehandelter Materialien, die Digitalisierung sowie barrierefreie und mobilitätsfreundliche Angebote.
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