Erfrischung bei Rekordhitze: Wildwasser und Badeseen im Tiroler Alpbachtal

Aktualisiert am 03.08.2022

Gluckernde Quellen, glasklare Gebirgsbäche, tosende Fluten in den Klammen und wohltemperierte Badeseen machen den Sommer im Alpbachtal zum nassen Vergnügen.

© TVB Alpbachtal

Alpbachtal – Eingebettet zwischen dem Rofangebirge und den Kitzbüheler Alpen liegt die Region Alpbachtal im Herzen Tirols. Wildbäche und Klammen sowie die wohltemperierten Seen bieten bei Rekordhitze die richtige Abkühlung. 

Das Element Wasser spielt im Alpbachtal eine große Rolle. Die Brandenberger Ache war bis 1966 eine der größten Holztriftanlagen Mitteleuropas. Auch wenn das Holz schon lange über die Straße ins Tal transportiert wird – die entstandenen Steige aus dieser Zeit bieten dem Wanderer ein einzigartiges Naturschauspiel, ebenso wie die Tiefenbachklamm und die Kaiserklamm. Der Name lässt erahnen, dass die Kaiserklamm einst österreichische Blaublüter zu Gast hatte. Sisi und Franz übernachteten im Gasthaus „Kaiserhaus“ am Eingang zur Kaiserklamm. Das Zimmer, das sie bewohnten, ist bis heute im Originalzustand erhalten. Auf sicheren Pfaden wandert man durch die Klamm und hat dabei eine großartige Sicht auf die tosende Gischt und Felsdurchlässe. Wer die Schlucht hautnah erleben will, dem bleibt nur der Sprung ins Wasser oder Wassersport. Bei Sport Ossi in Kramsach kann man Wildwasserschwimmen, Rafting und Schlauchreiten buchen. Geöffnet sind die Kaiserklamm und Tiefenbachklamm täglich von Mai bis Ende Oktober, außer an starken Regentagen. Sagenumwoben ist die Kundler Klamm. Dort soll ein Drache gelebt haben, der während eines Kampfes den Felsen zerbissen und so die einzigartige Kulisse geschaffen hat. Im breiten Bachufer der Wildschönauer Ache können Wanderer ihre Füße kühlen. Sollten die Beine für den anschließenden Rückweg zu müde sein, fährt man einfach mit dem Bummelzug wieder zurück.

Sommer am Reither See. © Gabriele Grießenböck

Neben den spannenden Klammen gibt es die wohltemperieren Badeseen. Nahe Kramsach liegt zwischen zwei Hügeln die Reintaler Seenplatte. Wegen der besonders hohen Sonneneinstrahlung wird das Wasser der Seen wärmer, ideal für Familien mit Kindern. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich ein Ruderboot auszuleihen und bei der Bootsfahrt den herrlichen Ausblick auf die Umgebung zu genießen.

Der größte unter den Kramsacher Seen (29.4 Hektar) ist der Reintalersee. Der See ist in drei Becken unterteilt. Neben einem neu ausgebauten barrierefreien Wanderweg am See gibt es für die Kinder einen Spielplatz. Wer sich eine Fischerkarte kauft, kann am Ufer des Sees seine Angel auswerfen und entspannt darauf warten, dass die Fische anbeißen. Der Naturbadesee zählt zu den wärmsten Badeseen Tirols. Drei Campingplätze sowie der Klettersteig Reintalersee befinden sich in unmittelbarer Nähe. Der tiefblaue Reither See liegt im Zentrum von Reith im Alpbachtal hinter der Kirche. Er ist nur etwa 1,45 Hektar groß und gehört zu den kleineren Badeseen in Tirol. Der Zireiner See, der seiner Farbe seinen Beinamen „das blaue Auge“ verdankt, liegt auf 1.800 Metern und ist das Ziel vieler Wanderer, die nach einer Bergtour das kühle Nass genießen.

Der Reintalersee am Morgen © TVB Alpbachtal/vorhofer

Der türkisgrüne Frauensee gehört zu den kleineren Seen der Region mit einer stolzen Tiefe von 40 Metern. Der Bergsee erreicht im Sommer eine Temperatur von bis zu 24 Grad. Der idyllische Berglsteinersee liegt zwischen Breitenbach und Kramsach. Er ist ein flacher Bergsee und wärmt sich im Sommer schnell auf. Hier „schwimmt“ das Auge mit, denn er ist umgeben von Wald- und Schilflandschaft, und allein schon die flimmernden Sonnen- und Schattenspiele auf der Wasseroberfläche wirken anregend auf die Sinne. Ein echter Geheimtipp ist der Badl Breitenbach – ein Naturbadesee, der versteckt im Wald liegt. Der See ist Teil der Freizeitanlage in Breitenbach mit Liegewiesen, Fußballplätzen und einem Spielplatz.

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