Gastro-Elite von morgen erobert Sölden

Aktualisiert am 26.03.2026

Die vierte Auflage von „Sölden sucht das Gastro Supertalent“ setzte neue Maßstäbe: Mit einer hochkarätigen Jury (6 Michelin-Sterne, 20 Hauben) und internationaler Beteiligung diente das Restaurant FALCON als einzigartige Bühne für den Tourismus-Nachwuchs. In einem Wettbewerb auf Top-Niveau sicherte sich der Tourismus Campus Bludenz den Gesamtsieg, gefolgt von der Berufsschule Altmünster (Oberösterreich) und der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern.

© Ötztal Tourismus – Kirchgasser Photography

Drei Tage lang stand Sölden im Zeichen der Leidenschaft für das Gastgewerbe. 36 Schüler:innen aus Österreich und der Schweiz traten in den Disziplinen Küche, Service und Marketing gegeneinander an. Das Ziel: dem Fachkräftemangel mit Wertschätzung und einer spektakulären Plattform entgegenzuwirken.

Bludenz dominiert, Luzern überzeugt in der Küche

Der diesjährige Gesamtsieg geht ins Ländle. Das Team vom Tourismus Campus Bludenz überzeugte die Jury durch Konstanz in allen Bereichen und sicherte sich zudem die Kategoriensiege im Service und Marketing. Besonders in der Marketing-Challenge punkteten die Vorarlbergerinnen mit authentischem Storytelling zum Thema „Supertalente, die bleiben“. Den Sieg in der Königsklasse Küche holte sich die SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern, die nach ihrem Premierensieg 2023 erneut bewies, dass die Qualität der Ausbildung in der Schweiz auf höchstem Niveau rangiert.

„Österreich schaut auf Sölden“

Für den fachlichen Leiter des Wettbewerbs, Philipp Stohner, ist die Entwicklung des Formats sensationell: „Wir haben hier Gerichte gesehen, die man problemlos in Spitzenrestaurants servieren kann. Wenn man sieht, mit welcher Freude der Nachwuchs ans Werk geht, weiß man: Gastronomie ist einer der coolsten Jobs der Welt.“ Dass das Event Wellen schlägt, kann Stohner aus eigener Erfahrung bestätigen: „Österreich schaut auf Sölden. Ich werde immer wieder darauf angesprochen, weil hier aktiv etwas für den Nachwuchs getan wird.“ Darüber freut sich auch Angelika Falkner, Leiterin der Arbeitsgruppe „Destination Employer Branding“ und Gastgeberin im 5-Sterne-Hotel Das Central. „Es geht uns nicht nur darum, eine Bühne zu bieten, sondern Sölden als einen Ort zu etablieren, an dem Talente wachsen und langfristig ihre berufliche Heimat finden können“, erklärt Falkner.

Michelin-Sterne als Gradmesser

Die Jury war so hochkarätig besetzt wie nie zuvor. Stars wie Peter Fankhauser (1 Michelin-Stern, 4 Hauben) zeigt sich beeindruckt: „Sölden hat den Handlungsbedarf erkannt. Nur Gäste zu akquirieren reicht nicht, wir brauchen entsprechende Fachkräfte für die Qualität im Urlaub. Hier wird die Jugend gefördert, statt nur über den Mangel zu klagen.“ Auch Stefan Speiser, Sternekoch im Hotel Das Central in Sölden, betont: „Lehrlingsförderung ist das Wichtigste in unserer Branche. In Sölden bieten wir dafür eine absolute Traumkulisse und Top-Infrastruktur.“

Internationaler Austausch und persönliches Wachstum

Neben dem Wettbewerb stand das Netzwerken im Fokus. Für Marc-André Dietrich (SHL Luzern) ist Sölden ein Vorbild: „Die Qualität ist über die Jahre unglaublich präzise geworden. Die Schüler:innen wachsen hier über sich hinaus.“ Das bestätigte auch Anna-Maria Mitterlechner, Schülerin aus den Reihen der Vorjahressieger (Wilder Kaiser): „Die Wettbewerbssituation ist extrem stressig, aber der Austausch mit anderen Ländern und das Lernen unter Druck sind ein Mega-Mehrwert für mich.“ Wert wird auch auf die Nachwuchsgewinnung vor Ort gelegt. Diplom-Pädagogin Sabine Pinzger von der Polytechnischen Schule Ötztal besuchte mit neun Schüler:innen das Event. Für die künftigen Fachkräfte lieferte der Tag eine inspirierende Abwechslung zum Schulalltag und bestärkte sie in ihrem Ziel für eine Karriere im Tourismus.

© Ötztal Tourismus – Kirchgasser Photography

Ergebnisse SSDGST 2026 im Überblick:

  • Gesamtsieg:
    1. Platz: Tourismus Campus Bludenz
    2. Platz: Berufsschule Altmünster
    3. Platz: SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern (CH)
  • Tagessieger (Kategorien):
    Küche: SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern
    Service: Tourismus Campus Bludenz
    Marketing: Tourismus Campus Bludenz

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