Gauder Fest 2026: Tux-Zillertaler Rind ziert neues Sujet
Aktualisiert am 11.02.2026
Vom 30. April bis 3. Mai 2026 heißt es in Zell am Ziller wieder: Bühne frei für das Gauder Fest. Österreichs größtes Frühlings- und Trachtenfest besticht nicht nur durch lebendiges Brauchtum, sondern auch durch künstlerische Vielfalt. Denn das jährlich wechselnde Plakatmotiv gestalten renommierte Tiroler Künstlerinnen und Künstler mit viel Kreativität und regionaler Verbundenheit. Für das Gauder Fest 2026 wurde der bekannte Tiroler Künstler Anton Christian beauftragt.

Die Ursprünge des Gauder Fests reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, seit 2014 zählt es zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Um diesem kulturellen Anspruch gerecht zu werden, entwirft jedes Jahr eine Tiroler Künstlerin oder ein Tiroler Künstler das Plakatmotiv für das Gauder Fest neu.
Diesjähriger Künstler ist Anton Christian
Der 1940 in Innsbruck geborene Künstler Anton Christian zählt zu den herausragenden Vertretern der österreichischen Gegenwartskunst. Seine Werke – von Malerei über Grafik bis zu Installationen – werden sowohl in Tirol als auch international geschätzt und thematisieren existenzielle Fragen des Menschseins. Neben seinem freien Schaffen ist Christian auch im angewandten Bereich tätig: Bereits 2000 gestaltete er das Etikett für die Jubiläums-Edition von Zillertal Bier zum 500-jährigen Bestehen der Brauerei und setzt mit dem Sujet 2026 seine kreative Zusammenarbeit mit dem Traditionsunternehmen fort. „Wir freuen uns, dass Anton Christian sich erneut dazu bereit erklärt hat, sich mit Zillertal Bier und dem Gauder Fest im Speziellen künstlerisch auseinanderzusetzen und dabei wieder ein beeindruckendes Sujet entstanden ist“, so Martin Lechner, Geschäftsführer von Zillertal Bier.
Günther Dankl, ehemaliger Kurator im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, interpretiert das neue Sujet wie folgt: „Anton Christian hat für das Gauder Fest 2026 ein ausdrucksstarkes Motiv eines Tux-Zillertaler Rindes in Acryl gestaltet, das heuer im Mittelpunkt einer eigenen Schau steht. Charakteristisch sind die leuchtend roten Stirnfransen und die formal-abstrakte Verdoppelung von Hörnern und Ohren, die den Übergang vom Einzelrind zur Herde symbolisieren. Ein grün-weißes Hopfen-Bündel über dem Rinderkopf verweist auf die Verbindung zu Zillertal Bier. Die kräftigen Farben von Tierkopf, Hopfen und Hintergrund setzen ein starkes visuelles Signal für das Fest.“ Das Bild von Anton Christian wurde im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck vorgestellt. Museumsleiter Karl C. Berger hebt hervor: „Das Volkskunstmuseum beschäftigt sich nicht nur mit historischer, sondern auch mit gegenwärtiger Kultur und genau das ist das Gauder Fest Sujet: Es verbindet einerseits Geschichte und Traditionen mit der Gegenwart und passt damit perfekt in das Volkskunstmuseum.“
Gauder Fest begeistert seit Jahrhunderten
Seit dem 15. Jahrhundert wird das Gauder Fest in Zell am Ziller gefeiert und zählt seit 2014 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Rund 30.000 Besucher:innen, über 20 Musikkapellen und etwa 90 Gruppen aus dem Alpenraum zieht es jedes Jahr in die Region. Der große Festumzug am Sonntag mit etwa 3.000 Teilnehmenden und der traditionsreiche „Gauder Bock“ von Zillertal Bier machen das Brauchtumsfest zum Highlight für Einheimische und Gäste. Christian Daum, Geschäftsführerin des TVB Zell-Gerlos, Zillertal Arena, betont: „Das Gauder Fest ist ein Magnet für Gäste aus der Alpenregion, die am Gauder-Wochenende ca. 6000 Nächtigungen generieren, aber vor allem auch Ausdruck unserer eigenen Identität.“ Für Robert Pramstrahler, Bürgermeister von Zell am Ziller, steht fest: „Das Gauder Fest vereint Menschen, Tradition und Moderne. Ich lade alle ein, die besondere Atmosphäre selbst zu erleben.“
Das Gauder Fest 2026 findet vom 30. April bis 3. Mai in Zell am Ziller statt. Weitere Informationen unter www.gauderfest.at
Audiodateien mit Kommentaren der Organisatoren, des ehemaligen Kurators des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, vom Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums sowie dem Obmann des Tiroler Landestrachtenverbands finden sie im ProMedia Newsroom.




