Neues Werk von James Turrell in den Swarovski Kristallwelten

Aktualisiert am 09.05.2022

In den Werken von James Turrell wird Licht zu einer körperlich spürbaren Erfahrung. Den einzigen seiner Shallow Spaces im deutschsprachigen Raum eröffnet der Künstler von Weltrang in den Swarovski Kristallwelten.

James Turrell gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Seine neueste Installation namens „Umbra“ fügt den Wunderkammern in den Swarovski Kristallwelten, die auch Werke von Yayoi Kusama und Lee Bul ausstellen, eine leuchtende Facette hinzu. Schon lange war James Turrell auf ihrer Wunschliste, wie Kuratorin Carla Rumler erklärt: „Es ist für uns eine große Ehre, ein Werk von James Turrell in den Swarovski Kristallwelten willkommen zu heißen. Licht haucht dem Kristall Leben ein und entzündet eine einzigartige Magie. Turrells Verständnis für das Licht und die Verwendung in seiner essenziellsten Form verwandeln es für den Betrachter zu einem immersiven Erlebnis. Wer es wagt, der Kraft des Lichts gegenüber offen zu sein, wird Umbra körperlich und emotional erfahren.“

Die Wahrnehmung von Licht und Farbe ist das zentrale Element von James Turrells Oevre, das mehr als fünf Dekaden umspannt. In seinen Lichtinstallationen und -räumen verfolgt Turrell das übergeordnete Ziel, aus dem künstlerischen Medium Licht eine physisch wahrnehmbare Erfahrung zu machen. Räume werden nicht nur „beleuchtet“, sondern durch Licht und Lichtfarben definiert und so visualisiert. Turrells Installationen zeugen vom genialen Spiel des Künstlers mit der Wahrnehmung – architektonische Gegebenheiten werden durch den kreativen Einsatz von Licht beinahe gänzlich aufgelöst.

Wunderkammer von James Turrell – Umbra 2022 © Florian Holzherr

Die Effekte der Lichtbrechung durch den Kristall und die daraus resultierenden Spektralfarben faszinieren die Besucher der Swarovski Kristallwelten seit der Eröffnung im Jahr 1995. Die neue Wunderkammer wird eine abstrakte und gleichzeitig spürbare Lichtwahrnehmung offenbaren. „Licht ist die Seele des Kristalls und deshalb ehrt uns, dass wir mit James Turrell zusammenarbeiten konnten, um diesem Medium einen würdigen Raum in den Swarovski Kristallwelten zu geben. Einmal mehr laden wir dazu ein, sich mutig und staunend auf das Phänomen Kristall einzulassen.“ verweist Stefan Isser, Geschäftsführer der D. Swarovski Tourism Services GmbH, auf das anspruchsvolle Besuchererlebnis der internationalen Destination.

„Umbra, 2022“ ist nach der kürzlich erfolgten Eröffnung von „The Art of Performance“ die 18. Wunderkammer und zeigt einmal mehr den Facettenreichtum der Swarovski Kristallwelten. Das Werk von James Turrell der Serie Shallow Spaces ist ab 7. April 2022 täglich von 9:00 – 19:00 Uhr in den Swarovski Kristallwelten zu sehen.

Die 18. Wunderkammer der Swarovski Kristallwelten – Umbra 2022 © Florian Holzherr

James Turrell

James Turrell (*1943 in Los Angeles, Kalifornien), einer der renommiertesten Vertreter der internationalen Kunstszene, experimentiert in seinen Arbeiten seit 50 Jahren mit natürlichen und künstlichen Lichtquellen, und kreiert in seinen Installationen „Lichträume“, in denen Licht als Medium visuell erlebbar gemacht wird. „Ich liebe die Arbeit mit Licht und setze es gerne auf eine Art und Weise ein, die es Betrachtern als raumfüllendes Medium physisch begreifbar macht“, so Turrell. „Durch den Einsatz von Sonnen-, Mond- und Sternenlicht möchte ich einem Kunstwerk mehr Ausdruck verleihen.“

In seinen Lichtinstallationen und -räumen verfolgt Turrell das übergeordnete Ziel, aus dem künstlerischen Medium Licht eine physisch wahrnehmbare Erfahrung zu machen. Räume werden nicht nur „beleuchtet“, sondern durch Licht und Lichtfarben definiert und so visualisiert. Turrells Installationen zeugen vom genialen Spiel des Künstlers mit der Wahrnehmung – architektonische Gegebenheiten werden durch den kreativen Einsatz von Licht beinahe gänzlich aufgelöst. Eine gewöhnliche Raumecke kann so zum großen Schauplatz für das Wechselspiel zwischen Fläche, Farbe und Raum werden.

Umbra 2022 in den Swarovski Kristallwelten © Florian Holzherr

Nach Abschluss seines Studiums der Mathematik und Psychologie entschied sich James Turrell, als Lichtkünstler tätig zu werden. Die wichtigste Frage, die er sich stellte, war, wie man Licht Form verleihen sollte. Im Jahr 1967, für seine erste Ausstellung im Pasadena Art Museum projizierte er Lichtwürfel in die Ecken der Ausstellungsräume, die nicht nur die räumliche Dynamik der Ausstellung veränderten, sondern einen zugleich unbeweglichen als auch freischwebenden Effekt erzielten.

Turrell zeichnet für mehr als 160 Einzelausstellungen auf der ganzen Welt seit 1967 verantwortlich, unter anderem die 2013 zeitgleich laufende Ausstellung am New Yorker Guggenheim Museum, dem Los Angeles County Museum of Art (LACMA) und dem Museum of Fine Arts in Huston, Texas. Der Ausstellungsteil in New York im Besonderen wurde zu einem Sensationserfolg, weit über die Grenzen der internationalen Kunstszene hinaus. 2014 folgten weitere spektakuläre Einzelausstellungen in Jerusalem (Israel Museum) und Canberra (National Gallery
of Australia). 2018 und 2019 widmete man dem Künstler Retrospektiven im Museum Frieder Burda (Baden-Baden) sowie im Museo Jumex (Mexiko-Stadt).

1968 erhielt Turrell ein Stipendium des National Endowment for the Arts. Seit damals wurde der Künstler mit über 20 Preisen geehrt, darunter das John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Fellowship (1984), die Ernennung zum „Chevalier des Arts et des Lettres“ seitens der französischen Regierung (1991) sowie die Verleihung der Nation Medal of Arts durch US-Präsident Barack Obama (2014).

Turrells Arbeiten sind in über 70 internationalen Kunstsammlungen vertreten, darunter das Solomon R. Guggenheim Museum in New York City, das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), das Centre Georges-Pompidou in Paris, das Museum für angewandte Kunst in Wien sowie das MuseumMKK für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.

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