Einsatzkräfte ziehen positive WM-Zwischenbilanz

Aktualisiert am 27.09.2018

Bei den Tiroler Blaulichtorganisationen werden die Kräfte gebündelt. Im Rahmen der Rad-WM agieren die Verbindungsoffiziere von Rettung und Feuerwehr erstmals in einem gemeinsamen Stabsraum. Die Einsatzkräfte zeigen sich äußerst zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Veranstaltung. Auch das Bundesheer hilft mit.

Ein Großevent wie die UCI Straßenrad-WM 2018 in Innsbruck-Tirol stellt für Gerhard Stauder, den Betriebsleiter der Leitstelle Tirol und sein Team eine noch nie dagewesene Herausforderung dar. „Neu ist vor allem, dass im Stabsraum gleichzeitig die vier Verbindungsoffiziere der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Innsbruck, der Freiwilligen Rettung Innsbruck und des Rettungsdienstes Tirol, also des Roten Kreuzes, tätig sind“, erklärt Stauder.

WM-erfahrene Unterstützung aus Salzburg

„Bei der Rad-WM besteht unsere Aufgabe in der Versorgung der Sportler, der Besucher und der Tiroler Bevölkerung“, erklärt Christian Schneider, Bezirksrettungskommandant in Innsbruck. Für den Zeitraum der Straßenrad-WM wird sein Team von einer Motorradstaffel des Salzburger Roten Kreuzes unterstützt. Die Männer bringen jede Menge Erfahrung mit, fand doch 2006 in Salzburg bereits eine Straßenrad-WM statt. „Wir haben mit den Kollegen die Einsatzberichte von damals studiert und uns ihre Erfahrungen zu Nutze gemacht“, berichtet Christian Schneider.

Querungsstellen bei Straßensperren funktionieren ohne Probleme

Mit dem bisherigen Verlauf des Großereignisses sehr zufrieden zeigt sich auch Andreas Karl, der organisatorische Geschäftsführer der Rettungsdienst Tirol GmbH. Für ihn und sein Team geht es vor allem darum, zusätzliche Rettungsfahrzeuge und Mitarbeiter in jenen Gebieten zu positionieren, die aufgrund der Straßensperren schwieriger zu erreichen sind. „Gemeinsam mit den Behörden haben wir so genannte Querungsstellen definiert. Diese werden geöffnet, um Rettungsfahrzeuge passieren zu lassen“, so Karl. Die Querungsstellen wurden bereits mehrfach geöffnet, was bisher tadellos funktioniert habe.

Feuerwehren im Großeinsatz

Tirols Feuerwehren sind mit rund 1.900 Einsatzkräften während der Straßenrad-WM im Einsatz. Während der Rennen werden die Einsatzfahrzeuge so postiert, dass auch durch Straßensperren abgeschnittene Orte im Brandfall erreichbar wären. Die Sicherheit der Bevölkerung ist jederzeit gewährleistet. Auch als Streckenposten und in der Verkehrsaufsicht sind Feuerwehrleute im Einsatz. Hier sorgen sie neben Polizei und Ordnern für die Sicherheit entlang der Rennstrecken. 

Auch das Bundesheer unterstützt die Rad-WM

Das Militärkommando Tirol stellt für die Straßenrad-WM ebenso Personal zur Verfügung. „Wir unterstützen die Exekutive mit einem Offizier, drei Unteroffizieren und 86 Grundwehrdienern“, sagt Oberstleutnant Frank Nalter, Presseoffizier des Militärkommandos Tirol. Es geht darum, die Polizei und Streckenposten dabei zu unterstützen, den Verkehr zu regeln. „Die Motivation bei den jungen Grundwehrdienern ist hoch. Sie freuen sich über die abwechslungsreiche Aufgabe“, erklärt Nalter. Für die kommenden Bewerbe, bis hin zum Höhepunkt in Form des Eliterennens der Herren am Sonntag, sind die Leitstelle sowie die Rettung jedenfalls sehr gut aufgestellt.   

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