Reintalersee verbessert barrierefreie Infrastruktur für Gäste und Einheimische

Aktualisiert am 30.04.2026

Am Reintalersee in Kramsach tut sich einiges. Ab 1. Mai 2026 parken Menschen mit Behinderungen kostenlos. Gleichzeitig sorgt ein neues Verkehrskonzept entlang der Unterinntalstraße für mehr Sicherheit. Und noch ein Schritt steht bevor. Eine barrierefreie Querung der Straße sowie die Anpassung der Gehsteige ist bereits in Planung.

Entlang des Reintalersees in Kramsach befinden sich bereits barrierefreie Angebote, ideal ausgebaut für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Gehhilfen. © Alpbachtal Tourismus, shootandstyle.com

Der beliebte Badesee entwickelt sich seit Jahren zum Ganzjahresziel. Spätestens seit dem barrierefreien Rundweg nutzen mehr Menschen das Naherholungsgebiet. Ergänzt wurde dieser bereits durch barrierefreie Aufenthaltsbereiche direkt am See. Dazu zählen speziell gestaltete Zugänge sowie angepasste Plätze zum Verweilen, die auch mit eingeschränkter Mobilität gut nutzbar sind und ein barrierefreie Bewegungspark. Der See wird Schritt für Schritt für alle erlebbar. Entsprechend wachsen die Anforderungen an die Infrastruktur und Verkehr. Genau hier setzen Land Tirol, die Gemeinde Kramsach und der Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland gemeinsam an.

„Der Reintalersee ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet für alle. Damit geht auch die Verantwortung einher, die Infrastruktur laufend anzupassen“, betont LHStv Philip Wohlgemuth. Gerade bei der Barrierefreiheit wolle man bewusst vorangehen. Ziel sei ein See, der für alle zugänglich ist.

Auch aus touristischer Sicht ist der Handlungsbedarf klar. TVB-Obmann Frank Kostner unterstreicht die Bedeutung des Sees für die Region. „Der Reintalersee ist das ganze Jahr über ein Aushängeschild unserer Region. Gemeinsam setzen wir Maßnahmen, die den Aufenthalt für Gäste und Einheimische sicherer und komfortabler machen.“

Tempo runter, Sicherheit rauf

Konkret wurde auf der L 211 Unterinntalstraße bereits mit einem Geschwindigkeitskonzept reagiert. Im Bereich der Parkplätze und Querungen gilt jetzt Tempo 50. Das soll die Situation für Fußgänger deutlich entschärfen.

Noch dieses Jahr folgt der nächste Schritt. Beim westlichen Parkplatz entsteht ein beleuchteter, barrierefreier Übergang zum Seewanderweg. Straßenbaureferent Josef Geisler sieht darin einen wichtigen Baustein für mehr Sicherheit im gesamten Bereich.

Gemeinde zieht mit

Parallel dazu arbeitet die Gemeinde Kramsach an der Anpassung der Gehsteige. Diese sollen in den kommenden Monaten barrierefrei gestaltet werden. Bürgermeister Andreas Gang spricht von einem wichtigen Signal. Der See sei ein zentraler Erholungsraum. Umso wichtiger sei ein sicheres und gut organisiertes Miteinander.

Kostenlos parken mit Nachweis

Eine konkrete Erleichterung gibt es ab Mai 2026. Dann können Menschen mit Behinderung die ausgewiesenen Parkplätze kostenlos nutzen. Voraussetzung ist ein gültiger Nachweis, etwa ein Behindertenpass gemäß Straßenverkehrsordnung.

Mit den Maßnahmen wird deutlich, wohin die Entwicklung geht. Mehr Sicherheit, bessere Zugänglichkeit und ein klarer Fokus darauf, den Reintalersee für alle nutzbar zu machen.

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