Freiheit spüren entlang der Tiroler Gipfel

Höhenwandern und Trekking sind für viele Menschen ein besonderes Naturerlebnis. Einmal in einer gewissen Höhe angekommen, wandern sie entlang der Tiroler Berggipfel – und betrachten das Herz der Alpen genussvoll von oben.

Der Ötztal Trek ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhenwanderweg, denn er führt gleich mehrmals über die 3.000-Meter-Marke.
Der Ötztal Trek ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhenwanderweg, denn er führt gleich mehrmals über die 3.000-Meter-Marke. ©Ötztal Tourismus/Bernhard Ritschel

Von Mayrhofen im Zillertal aus gehen Wanderer drei Stunden– über den Oberen Zemmgrund, weite Täler, vorbei an der Grawandhütte, bis sie schlussendlich in der Berliner Hütte einkehren. Die 2.042 Meter hoch gelegene Kreuzung aus Alpenvereinshütte und Alpinhotel ist, wie viele andere Hütten in Tirol, ein Stück Alpengeschichte. Erbaut wurde sie bereits im Jahr 1878.

Hütte oder Zelt? Höhenwandern ist beides
Dass ein Alpenvereinshaus wie die Berliner Hütte inzwischen seit 135 Jahren Teil der Tiroler Alpen ist, zeugt vom anhaltenden Reiz des Höhenwanderns. Davon ist auch Ambros Gasser, Geschäftsführer der Alpinschule Innsbruck, überzeugt. Seit ihrer Gründung 1963 ist die Alpinschule Innsbruck unter den führenden Anbietern von Wander-, Trekking- und Erlebnisreisen im deutschsprachigen Raum. „Menschen, die sich mit uns zu Fuß auf die Reise machen, suchen einfach mehr Natur, als man bei einem Aufenthalt in einem normalen Hotel erleben kann“, erklärt Ambros Gasser die Motive für das Höhenwandern. „Das reicht vom Zelt-Trekking bis zu Wanderungen von Hütte zu Hütte, die inzwischen gerade in Tirol sehr viel Komfort für Weitwanderer bieten.“

Der Rucksack wartet oben
Das Herz der Alpen bietet einzigartige Möglichkeiten des Höhenwanderns. Ambros Gasser betont, dass sich Höhenwandern nicht durch eine bestimmte Meereshöhe definiert. „Wir betrachten Höhenwandern als mehrtägiges Naturabenteuer zu Fuß, bei dem man sich zu Beginn eine gewisse Höhe erwandert, um dann an einem Gebirgszug entlang das Land aus der Adlerperspektive zu erkunden. Man macht sich zu Fuß auf eine Reise entlang der Berggipfel und erlebt die Natur so intensiv und hautnah, dass es einem oft den Atem raubt.“ Bei der Alpinschule Innsbruck ist der Gepäcktransport für Wanderer inzwischen Standard, „weil das Wandererlebnis mit leichtem Gepäck für eine Tagesetappe einfach noch schöner ist,“ sagt Ambros Gasser.

Fauna, Flora und Naturführer
Höhenwandern in Tirol ist ein Vorstoß in eine alpine Landschaft, die sanfte Almwiesen mit kargem Fels verbindet. Die richtige Ausrüstung ist hier Voraussetzung für den Genuss. Der Trend zu geführten Wanderungen steigt ständig. Bergführer und Wanderführer bieten Reisenden die nötige Sicherheit – sie geben Einblick in die Fauna und Flora. Einzigartig ist die Ausbildung zum „Tiroler Naturführer“. Seit vier Jahren bietet die Tiroler Umweltanwaltschaft diese Ausbildung an - in Zusamenarbeit mit Tirol Werbung, Tourismusverbänden, Tiroler Naturparks, Nature Watch und Swarovski Optik. Derzeit gibt es in Tirol rund 80 Naturführer, die Wanderern die Besonderheiten der Tiroler Fauna und Flora näherbringen.
Von der Qualität dieser Ausbildung ist auch Thomas Schmarda, Geschäftsführer des Naturparks Ötztal, überzeugt. „Man lernt, welche Informationen in welcher Dosis man auf einer Führung an seine Gäste weitergibt. Ein guter Führer ist Kommunikator und hat ein Gefühl dafür, wann und wie er Geschichten erzählt und sein Fachwissen auf Wanderungen einbaut.“ Im Naturpark Ötztal arbeiten in der Sommersaison derzeit zwölf Naturführer.

Neu: Ötztal Trek und Peter-Habeler-Runde
Durch den Naturpark Ötztal führt einer der spektakulärsten Höhenwanderwege – Der Ötztal Trek. 22 Etappen und 15 Varianten, 30.000 Aufstiegshöhenmeter und 400 Entfernungskilometer lauten die spektakulären Eckdaten dieser neuen, durchgehenden Route, die Wanderer und Bergsteiger aller Klassen in die grandiose Ötztaler Bergwelt lockt. Spektaktulär ist dieser Panorama-Weg, weil er mehrmals über die 3.000-Meter-Grenze führt.

Spektakulär ist auch die neue Peter-Habeler-Runde im Zillertal. Der in Mayrhofen im Zillertal geborene Extrembergsteiger und gebürtige Mayrhofener Peter Habeler bestieg 1978 gemeinsam mit Reinhold Messner den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest, erstmals ohne künstlichen Sauerstoff. Der neue, nach dem Extrembergsteiger und Mayrhofner benannte Höhenweg umfasst auf insgesamt etwa 60 Kilometern sieben Hütten mit Distanzen von 3,5 bis zu 13 Kilometern.

Einsteiger-Tipps zum Höhenwandern
Wer nicht in dieser Höhe wandern will, dem empfiehlt Ambros Gasser von der Alpinschule Innsbruck vor allem den Berliner Höhenweg, den bekannten Adlerweg und den Lechweg. Interessant ist auch der Inntaler Höhenweg von Innsbruck bis nach Schwaz. „Denn dieser Höhenweg gibt immer wieder einmal den Blick auf das Inntal frei. Und das Haupttal Tirols einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten, hat schon seine ganz eigene Faszination“.

Nähere Informationen zum Höhenwandern und den Höhenwegen in Tirol: www.tirol.at/wandern

Bilder zur Presseinformation

  • Der Ötztal Trek ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhenwanderweg, denn er führt gleich mehrmals über die 3.000-Meter-Marke.

  • ...wenige Minuten später auf dem Gipfel der Talleitspitze

  • Höhenwandern bedeutet, zuerst den Berg zu erklimmen und dann entlang der Tiroler Berggipfel die einzigartige Naturwelt Tirols aus der Vogelperspektive zu betrachten.

  • Höhenwandern ist das direkte Erleben der Natur. Es bedeutet für einige Zeit, nicht ins Tal zurückzukommen. Es ist die Freiheit der Berge pur.