Neuerliches Rekordergebnis in der Tiroler Wintersaison 2003/04

Nach Steigerungen bei den Ankünften (+2,2%) und den Übernachtungen (+1,2%) wurden heuer über 24,6 Mio. Nächtigungen in Tirol registriert.
Die Umsätze stiegen laut Tiroler Tourismusbarometer um 4,5%.

Auch im April 2004 konnte die Tiroler Tourismuswirtschaft deutliche Zuwachsraten erzielen. Steigerungen bei den Ankünften (+7,1%) und bei den Nächtigungen (+7,2%) brachten schlussendlich das beste Gesamtwinterergebnis, das in Tirol jemals verzeichnet wurde. Nach dem Rekordergebnis vom Vorjahr wurden heuer zusätzlich knapp 100.000 neue Tirol-Gäste begrüßt. Bei den Ankünften wurde damit im Zeitraum November 2003 bis April 2004 eine Steigerung von +2,2% verzeichnet, d.h. in der abgelaufenen Wintersaison kamen insgesamt 4.655.158 Urlauber ins Herz der Alpen. Gleichzeitig wurden im heurigen Winter 299.960 zusätzliche Nächtigungen in Tirol registriert, das entspricht einer Steigerung von +1,2% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 24.645.303 Nächtigungen verzeichnet, ein Wert, der in der bisherigen Geschichte des Tiroler Wintertourismus noch nie erreicht wurde.„Tirol ist das Tourismusland Nummer eins in Österreich. Das neuerliche Rekordergebnis in der vergangenen Wintersaison beweist dies eindrucksvoll. Das Land Tirol ist sich der Bedeutung des Tourismus bewusst. Wir müssen aber in Zukunft alle gemeinsam daran arbeiten, dieses Bewusstsein auch in der Bevölkerung noch stärker zu verfestigen, denn der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche in unserem Land“, hebt Landeshauptmann Dr. Herwig van Staa die Bedeutung des Tourismus für Tirol hervor. Der Winter 2003/2004 – die Detailergebnisse Deutlich mehr Gäste kamen in der abgelaufenen Saison aus dem Vereinigten Königreich (+4,7%), der Schweiz (+2,4%), Belgien (+1,7%), Dänemark (+5,9%), Frankreich (+6,6%), Italien (+7,2%), der Tschechischen Republik (+18%), GUS (+39,8%) und Schweden (+14,5%). Leichte Nächtigungsrückgänge wurden aus Deutschland (-0,4%) und den Niederlanden (-0,8%) registriert. Mehr als kompensiert wurden diese Rückgänge aber durch die erfreulichen Zuwächse aus dem Inland. Bei einer Nächtigungssteigerung von +5,9 % konnten insgesamt 1.756.383 Gästenächtigungen aus Österreich in Tirol verzeichnet werden. Die drei nächtigungsstärksten Tiroler Regionen punkteten ebenfalls mit Steigerungen bei den Nächtigungen: Sölden (+0,4%), Ischgl (+5,7%) und St. Anton am Arlberg (+1%).„Diese erfreuliche Saison-Bilanz ist ein Verdienst aller touristischen Partner. Das Engagement und die Professionalität aller Beteiligten hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir Tirols Rolle als führendes Winterurlaubsland in den Alpen weiter ausbauen konnten.“ lobt Josef Margreiter die Tiroler Touristiker. Laut Tiroler Tourismusbarometer wurde in der vergangenen Wintersaison ebenfalls eine Umsatzsteigerung von 4,5% ausgewiesen. Dabei werden die Umsätze für Übernachtung und Frühstück aufgrund einer saisonalen, repräsentativen Preiserhebung in ca. 8500 Beherbergungsbetrieben herangezogen. Auf Basis dieser Berechnung wurden allein durch Übernachtung und Frühstück über 1,1 Mrd. Euro in Tirol umgesetzt, alle weiteren darüber hinausgehenden Ausgaben werden in dieser Statistik nicht erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist marginal von 5,4 Tagen auf 5,3 Tage gesunken, wobei hier die Distanz ein wesentlicher Faktor für die Aufenthaltsdauer ist: Den mit Abstand längsten Aufenthalt genießen die Gäste aus den GUS-Staaten mit 7,2 Tagen, gefolgt von den Niederländern mit 6,5 und den Briten mit 6,4 Tagen. Den sprichwörtlichen Kurzurlaub verbringen die Italiener in Tirol mit durchschnittlich 2,7 Tagen und die Österreicher mit 3,7 Tagen. Ein drastischer Rückgang in der Aufenthaltsdauer ist zukünftig nicht zu erwarten, da bei dem Teil der Urlauber aus weiter entfernten Destinationen die Anreise sonst zu aufwändig wäre und zum anderen die Gäste mit einer kürzeren Anreise ohnehin bereits den Kurzurlaub praktizieren. Bei den Unterkunftsarten konnten die Ferienwohnungen in dieser Saison – wie bereits in den vergangenen – massive Zuwächse mit 9,8% verbuchen, die 5/4-Stern-Kategorie legte um 3,9% zu, die mittlere Kategorie (3-Stern) blieb nahezu unverändert (+0,4%) und die 1/2-Stern-Betriebe nehmen von der Bedeutung her sukzessive ab (-4,9%). Diese Resultate sind die Fortschreibung einer Entwicklung, die sich bereits über die letzten Wintersaisonen abgezeichnet hat. „Diese Wintersaison hat mit einem neuerlichen Rekordergebnis von 4,7 Mio. Ankünften und 24,6 Mio. Übernachtungen die Erwartungen mehr als erfüllt – vor allem angesichts der nach wie vor nicht allzu rosigen wirtschaftlichen Aussichten in den wichtigsten Quellmärkten“, zeigen sich Tirols Landeshauptmann Dr. Herwig van Staa und der Tiroler Landestourismusdirektor Josef Margreiter erfreut über die positive Winterbilanz. „Besonders hervorzuheben sei darüber hinaus die Steigerungen bei den österreichischen und italienischen Gästen.“ Ausblick auf den Sommer 2004 Umfragen unter den Deutschen und Österreichern zeigen eine deutliche Entspannung der Reiseabsicht im Vergleich zum Vorjahr – über zwei Drittel der Deutschen hatten zu Jahresbeginn mehr oder weniger konkrete Reiseabsichten für den Sommer. Der Haupturlaub ist bei den deutschen Nachbarn fixer Bestandteil des Konsums geworden – hier möchte man weder Einsparungen hinnehmen, geschweige denn gänzlich darauf verzichten. (Quelle: F.U.R.: Deutsche Reiseanalyse 2004) Bei den Österreichern planen 43% fix eine Reise für kommenden Sommer – immerhin ein Prozent mehr als im Vorjahr, während der Wert der Unentschlossenen um zwei Prozentpunkte auf 29% gestiegen ist. Die Hoffnung der Reisebranche liegt bei jener Gruppe, die sich bis dato noch nicht für einen Urlaub entschieden hat, da erfahrungsgemäß in der Vergangenheit rund ein Drittel dieser Unentschlossenen doch noch eine Reise antrat. (Quelle: Institut für Freizeitforschung) Auch für Tirol spielt der österreichische Gast im Sommer eine bedeutende Rolle: immerhin ist Österreich im Sommer mit einem Nächtigungsanteil von 10% nach Deutschland der zweitstärkste Herkunftsmarkt, mit einem bemerkenswerten Plus von 15% innerhalb der letzten zehn Jahre. Hauptgründe für einen Urlaub im Herz der Alpen sind neben der schönen Landschaft die Sicherheit und Sauberkeit sowie die einfache Anreise (ohne Flug); bei den Urlaubsbeschäftigungen erfreut sich das Wandern und das damit verbundene Naturerlebnis nach wie vor steigender Beliebtheit. Die Tirol Werbung hat auf diesen Trend reagiert und eine Wanderoffensive als Schwerpunkt der Marketingaktivitäten initiiert