Frühlingswandern im Herzen Tirols

Aktualisiert am 08.03.2021

Auf den Gipfeln liegt noch Schnee, doch im Inntal blühen bereits Krokus, Narzisse und Maiglöckchen: Im Frühling sind die Temperaturen perfekt für eine Wanderung in den niederen Lagen der Region Hall-Wattens. Abwechslungsreich ist die Landschaft trotzdem: Im Folgenden drei spannende, thematisch interessante Wanderungen, die über blühende Wiesen und Felder und durch lauschige Wälder führen.

Blick auf die Bastei der Burg Friedberg bei Volders (c)Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Historischer Rundwanderweg: Altertümliche Schätze am Wegesrand

Kaum eine Region im Tiroler Inntal ist so reich an Kunstdenkmälern wie der Raum zwischen Volders und Wattens. Viele dieser historischen Schätze entdeckt man bei einer frühlingshaften Wanderung entlang des etwa zehn Kilometer langen „Historischen Rundwanderwegs“, der durch blühende Wiesen und Wälder führt. Start und Ziel ist die Marienkirche in Wattens. Vorbei an der prähistorischen Rätersiedlung „Himmelreich“ geht es nach Volders zu den Schlössern Aschach und Friedberg. Letzteres ist über tausend Jahre alt und kann während der Sommermonate im Rahmen von Führungen besichtigt werden; auch einige stilvolle Gästesuiten sind hier vorhanden.

Schloss Friedberg bei Volders (c)Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Weiter führt der Historische Rundwanderweg zum historischen Tummelplatz, vorbei am Servitenkloster zur Karlskirche, einem Meisterwerk der Kirchenkunst. In den 70ern und 80ern wurde die Karlskirche aufwändig renoviert und stellt heute eine der schönsten, unmittelbar an einer Autobahn liegenden Kirchen dar.

Zur Schlossruine und dem Romedikirchl in Thaur

Oberhalb des Dorfes Thaur thront das idyllische Romedikirchl, unweit davon befindet sich die alte Schlossruine. Spiritualität, Geschichte und landschaftliche Schönheit liegen selten so eng beieinander wie an diesem traumhaften Aussichtspunkt. Deshalb sind die Schlossruine und das Romedikirchl auch einer der Kraftorte der Region Hall-Wattens.

Ein besonderer Kraftplatz: Das Romedikirchl in Thaur (c)hall-wattens.at

Beide Sehenswürdigkeiten sind über zahlreiche Wanderwege erreichbar. Der direkte Weg führt von der Thaurer Dorfpfarrkirche über den steilen Kreuzweg mit seinen Grotten und dem romantischen Torbogen. Kürzer unterwegs ist man über den Adolf-Pichler-Weg vom Parkplatz der Thaurer Alm. Auch vom Thaurer Stollen führt ein Wanderweg zum Schlosskirchl und der Burgruine – der Berufungsweg mit Bildsäulen mit christlichen Motiven am Wegesrand.

Unterwegs am Gnadenwalder Baumpfad

Zwischen dem Kloster St. Martin und St. Michael in Gnadenwald geht es entlang des Gnadenwalder Baumpfads auf Entdeckerreise. Entlang des lauschigen Waldrandes erfährt man auf vierzehn Stationen Wissenswertes zu den Bäumen und Sträuchern im Alpenraum.

Perfekt für kleine Entdecker: Der Gnadenwalder Baumpfad (c)hall-wattens.at

Auf dem rund drei Kilometer langen Pfad am Fuße des Karwendelmassivs werden auch so manche Geheimnisse zu den Strauchgewächsen und Bäumen gelüftet: Seit Generationen überlieferte Heilkräfte von Beeren und Blättern, nützliche Holzeigenschaften für das Handwerk, historische Ereignisse rund um verschiedene Baumarten sowie spannende Mythen und Sagen.

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