Tirol – Das Glück liegt am Wanderweg

Aktualisiert am 3. Juni 2020

In diesem Sommer liegt das Gute ganz nah. Oder besser gesagt – es liegt am Berg. Denn Sommer heißt in Tirol schon immer: Es geht Bergauf. Ob Weitwandern in hochalpiner Landschaft, Genusstour auf die Alm oder Familienausflug inklusive Seilbahnfahrt, jetzt ist genau die richtige Zeit für neue Blickwinkel und Entdeckungsreisen zu den schönsten Seiten Tirols.

Wasserfall im Stubaital © Ramon Haindl

Langsam, aber stetig bergauf wandern. Außer Puste kommen, stehenbleiben, staunen: Was für ein Panorama! Wie an einer Kette reihen sich hier Gipfel an Gipfel aneinander, jeder für sich ist den Aufstieg wert. Oben angekommen, lässt sich der erste Gipfelsieg des Sommers feiern. Vielleicht auch ein Erinnerungs-Selfie schießen? Wobei: Das brauchen wir gar nicht, an diesen Tag erinnern wir uns auch ohne Foto. Und das Gefühl der Freiheit begleitet uns noch, wenn wir längst wieder zuhause sind.

Kellerjochhütte © Charly Schwarz

Berge, zum Wandern gemacht

In diesem Sommer ist die Sehnsucht nach Freiheit und Freiraum in der Natur besonders groß. Zum Glück ist diese Freiheit leicht zu finden: Sie lässt sich entlang der unzähligen, gut ausgeschilderten Wege entdecken, die Tirol wie ein feines Netz überziehen. Mehr als 24.000 Kilometer markierte Berg- und Wanderrouten sind es insgesamt, die auf herausfordernden Steigen und familienfreundlichen Pfaden zu den schönsten Aussichtsplätzen, zu Bergseen oder zum nächsten Gipfel führen. Für die wohlverdiente Rast und die (kulinarische) Belohnung ist ebenfalls gesorgt: 170 Alpenvereinshütten bieten Unterschlupf und Verpflegung in bis zu 3.000 Meter Höhe, dazu kommen zahlreiche kleine, urige Almen.

Karnischer Höhenweg © Martin Venier

Weitwandern: Ausbrechen und aufbrechen

Wer auf der Suche nach der Extraportion Abenteuer und Naturgefühl ist, für den sind die „Great Walks“ das Richtige: Das sind sechs ausgesuchte Weitwanderwege, die mit ihrer Streckenführung, dem einzigartigen Naturerlebnis, der optimalen Infrastruktur, aber auch durch sportliche und mentale Herausforderung überzeugen.

Unter diesen ausgewählten Touren findet sich auch der „König der Weitwanderwege“, der Tiroler Adlerweg. Auf 24 Etappen durchquert man auf dieser Strecke das Land, von St. Johann in Tirol bis nach St. Anton am Arlberg, weitere neun Etappen führen durch das idyllische Osttirol.
Glanz und Gloria aus dem 19. Jahrhundert erlebt man hingegen am achttägigen Berliner Höhenweg im Zillertal. Höhepunkt dieser Tour ist für die meisten der Stopp auf der Berliner Hütte: Eine geschichtsträchtige, aufwändig renovierte Hütte mit prachtvollem Speisesaal und holzvertäfelten Wänden. Sie ist ein Glanzstück des Alpinismus und als eine der wenigen Hütten in Österreich denkmalgeschützt.

Erfahrene Bergwanderer führt der Lechtaler Höhenweg in eine wilde, erhabene und hochalpine Landschaft. Hier bewegt man sich 10 bis 19 Tage lang auf meist schwierigen Steigen in 2.000 bis 2.500 Höhenmetern. Übernachtet wird bei diesen Touren in den Alpenvereinshütten – aufgrund der besonderen Bestimmungen ist in diesem Jahr eine Reservierung aber unbedingt nötig.

Erfahren Sie mehr über die Great Walks: www.tirol.at/greatwalks

Kaspressknödel © Kathrin Koschitzki

Genusswandern: Wohlverdiente Kaspressknödel

Sie gehören zu den Menschen, die beim Wandern nicht nur ans Wandern, sondern vor allem auch ans Essen denken? Ausgezeichnet! In Tirol gibt es nämlich neun ausgesuchte kulinarische Wanderungen zu Almen, bei denen sich Einkehr auf jeden Fall lohnt. Und vielleicht findet sich hier auch endlich die Antwort auf die Frage, warum es am Berg immer besonders gut schmeckt: Ist es die traditionelle Zubereitung oder sind es die frischen Zutaten? Oder ist es doch die Höhenluft? Eines sei jetzt schon verraten – diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, ist eine köstliche Aufgabe.

In der Genuss-Auswahl finden sich Tipps für Familien, wie etwa ein Ausflug zur nahe an Innsbruck gelegenen Mutterer Alm – Floßfahrt am Speicherteich inklusive. Alle Feinschmecker entdecken, dass Haubenküche und edle Tropfen nicht nur im Tal zu finden sind. Oder haben Sie gewusst, dass in der Angerer Alm in der Region Kitzbüheler Alpen über 6.000 Flaschen der edelsten Weine aus aller Welt lagern? Köstlichkeiten der anderen Art gibt es auf den Almen mit eigener Produktion. Hier werden Liebhaber von Almbutter, Joghurt und selbstgemachtem Käse fündig.

Schon hungrig? Hier finden sich alle Informationen zu den kulinarischen Wanderungen: www.tirol.at/kulinarische-wanderungen

Liftfahrt in St. Ulrich am Pillersee © Jens Schwarz

Mit der Seilbahn zum Bergerlebnis

Zur vielseitigen Infrastruktur in Tirol gehören auch im Sommer die Bergbahnen, mit denen Wanderer bequem Richtung Gipfel schweben. Das ist nicht nur praktisch, sondern eröffnet ganz neue Möglichkeiten: Damit erreicht man mit kleinen Kindern und Oma & Opa Spielplätze und Aussichtspunkte am Berg. Und auch zur fordernden Gipfeltour startet man durch die Seilbahnfahrt mit kräfteschonendem Vorsprung. Insgesamt 20 Bahnen haben sich als „Tiroler Sommer-Bergbahnen“ zusätzlich höchsten Qualitätsstandards verschrieben und bieten als Bergspezialisten nicht nur die Auffahrt, sondern ein außergewöhnliches Erlebnis in alpiner Landschaft.

Mehr dazu: www.tirol.at/sommerbahnen

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